Silvio Berlusconi

    Silvio Berlusconi: Asche kommt in privates Mausoleum

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    Italien,

    Silvio Berlusconi wurde nach dem Staatsbegräbnis am Mittwoch nun eingeäschert. Seine Urne findet in einem privaten Mausoleum auf seinem Anwesen die letzte Ruhe.

    Silvio Berlusconi
    Der Sarg von Silvio Berlusconi auf dem Weg in den Mailänder Dom. - imago/Independent Photo Agency Int.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Silvio Berlusconi starb am Montag an den Folgen seiner chronischen Leukämie-Erkrankung.
    • Der ehemalige, italienische Staatsmann erhielt eine Beerdigung im Mailänder Dom.
    • Seine sterblichen Überreste wurden eingeäschert und werden in einem Mausoleum beigesetzt.

    Der im Alter von 86 Jahren verstorbene italienische Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi (1936-2023) wurde am 15. Juni eingeäschert.

    Seine sterblichen Überreste wurden nach dem Staatsbegräbnis im Mailänder Dom am Mittwoch in seine Villa im nahegelegenen Arcore gebracht. Das berichten übereinstimmend italienische Medien. Dort lebte er seit 1974.

    Für den Donnerstag war demnach die Einäscherung im Krematorium Panta Rei in Valenza in der Nähe der Stadt Alessandria geplant. Seine Urne soll anschliessend zurück in sein Anwesen gebracht werden. Dort wird er in einem privaten Mausoleum seine letzte Ruhestätte finden.

    Bereits in den 1990er-Jahren liess Berlusconi das Mausoleum für sich und seine Familie erbauen. Auch enge Freunde von dem berühmten Bildhauer Pietro Cascella (1921-2008) sollen in ihm Platz finden. Der Medienmogul und Politiker wollte ursprünglich in dem monumentalen Grabmal ohne Einäscherung bestattet werden.

    Die strengen italienischen Gesetze erlauben aber eine dortige herkömmliche Beerdigung nicht. Weswegen er sich schlussendlich für das Verbrennen seiner Leiche entschieden hatte.

    Das Mausoleum steht bislang noch leer, sollte ursprünglich aber bereits die Grabstätte für seine Eltern werden. Diese wurden jedoch auf einem Mailänder Friedhof erdbestattet.

    2.300 geladene Gäste im Mailänder Dom

    Bereits am Mittwoch nahm die Öffentlichkeit ab 15 Uhr bei der Trauerzeremonie in Mailand Abschied von Berlusconi. Im Dom wohnten dem Prozedere neben seinen Angehörigen rund 2.300 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Prominenz bei.

    Insgesamt sollen sich auf den Strassen rund um den Dom geschätzte 17'000 Schaulustige und Fans versammelt haben. Sie wohnten dem feierlichen Staatsbegräbnis bei. Teilweise wurde auch von Protesten gegen den streitbaren Politiker berichtet.

    Silvio Berlusconi starb am vergangenen Montag, den 12. Juni 2023, in einem Mailänder Krankenhaus an den Folgen seiner chronischen Leukämie-Erkrankung. Drei Tage zuvor war er mit Atemnot und Herzproblemen in die Klinik eingeliefert worden.

    Berlusconi war insgesamt viermal Ministerpräsident Italiens. Mit seiner Partei «Forza Italia» sowie mit zahlreichen privaten Skandalen sorgte er jahrzehntelang für internationale Schlagzeilen. Zu den grössten Skandalen gehörte die sogenannte «Bunga-Bunga-Affäre» um ausufernde Sex-Partys.

    Mit einem kolportierten Vermögen von rund 6,5 Milliarden Euro galt Silvio Berlusconi als einer der reichsten Italiener.

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