Shirin David kritisiert ihre Netflix-Doku
Shirin David rechnet mit ihrer Netflix-Doku ab: Die Rapperin vermisst Erfolge, Herkunft und Ehrgeiz – und kritisiert zu viel «Geheule».

Shirin David kritisiert Monate nach der Veröffentlichung ihre Netflix-Dokumentation «Barbara – Becoming Shirin David». In einer Instagram-Fragerunde äusserte die 31-Jährige deutliche Unzufriedenheit mit der Darstellung.
Laut der «L'essentiel» empfindet David die Geschichte als konstruiert und nicht authentisch. Ihrer Ansicht nach werde darin vor allem die Leidensgeschichte einer angeblich überforderten Frau erzählt.
David vermisst insbesondere ihren beruflichen Weg und ihre Erfolge, wie der «Spiegel» berichtet. Sie hätte sich mehr Tiefe, mehr Einblicke in ihre Herkunft und weniger Fokus auf belastende Momente gewünscht.
Shirin David vermisst wichtige Szenen
Der «L'essentiel» zufolge kritisiert David ausserdem, dass ihr Umfeld in der Dokumentation zu wenig zu Wort komme. Besonders vermisse sie Stimmen aus der Musikbranche und ihrem geschäftlichen Umfeld.
Auch bestimmte Karrieremomente sollen im fertigen Film fehlen. Dazu gehören Backstage-Aufnahmen von «Wetten, dass ..?» sowie von ihrem ersten Tour-Auftritt in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart.
Die Kritik verbindet David mit einer grundsätzlichen Debatte über die Darstellung erfolgreicher Frauen. Sie beklagt, dass Männer für einen Teil ihrer Leistungen gefeiert würden, während Frauen häufiger über Krisen und Überforderung dargestellt würden.
Streit um Schnittrechte
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Frage nach den Rechten am fertigen Schnitt. Dem «Spiegel» zufolge hatte David diese Rechte abgegeben, weil die Dokumentation als unabhängige journalistische Arbeit entstehen sollte.
Heute bereue sie diese Entscheidung, erklärte die Rapperin. Sie habe zudem versucht, den Film zurückzukaufen und dafür nach eigenen Angaben jeden Cent zurückzuzahlen.
Netflix habe diesen Versuch jedoch abgelehnt, wie der «Spiegel» unter Berufung auf Davids Aussagen berichtet. Die Rapperin erklärte ausserdem, sie habe Netflix zunächst vertraut und deshalb den weitreichenden Einblick ermöglicht.
Shirin David verteidigt Produktionsteam und kritisiert Netflix
Vom damaligen Produktionsteam distanziert sich David aber ausdrücklich nicht. Sie erklärte, das Team habe sie sehr geliebt, während Regie und Netflix-Marketing letztlich über die Auswahl der Geschichten entschieden hätten.
Netflix reagierte laut der «L'essentiel» auf die erneuten Vorwürfe. Eine Sprecherin erklärte, Talent-Dokumentationen erzählten Geschichten, die durch den Zugang während einer Produktion entstünden.

Der Streit mit Netflix reicht allerdings weiter zurück. Bereits 2024 hatte David Kritik an den Dreharbeiten geäussert und die gesamte Filmcrew austauschen lassen.
Shirin David kritisiert Fokus auf Perfektionismus und Druck
Auch der «Spiegel» berichtet über diese Vorgeschichte. David hatte demnach bereits damals ein Veto-Recht geltend gemacht und die Arbeitsweise als unprofessionell kritisiert.
Die Dokumentation begleitet David unter anderem bei der Vorbereitung auf ihre «Schlau, aber blond»-Tour. Wie der «Stern» schreibt, zeigt der Film neben Auftritten und Proben auch ihre Auseinandersetzung mit Perfektionismus und persönlichem Druck.
Genau diese Schwerpunktsetzung stört David nun. Sie hätte sich einen stärkeren Fokus auf ihre Herkunft, ihren Ehrgeiz und ihre Erfolge gewünscht.















