Sandra Maischberger talkt in neuem Format

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    Deutschland,

    Im Fernsehen gibt es viele politische Talkshows. Wie setzt man sich ab? Die Moderatorin Sandra Maischberger versucht jetzt einen neuen Weg.

    Sandra Maischberger präsentiert ihre Talkshow im Ersten künftig in einem neuen Format. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
    Sandra Maischberger präsentiert ihre Talkshow im Ersten künftig in einem neuen Format. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aus Sicht von Moderatorin Sandra Maischberger müsste es mehr Gäste aus der Wirtschaft in politischen Talkshows geben.

    Das sei bislang «ein grosses Manko», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

    «Die haben einfach sehr viel zu verlieren. Ein falsches Wort kann den Börsenkurs in freien Fall bringen», sagte sie über börsennotierte Unternehmen. Deswegen gebe es eine Zurückhaltung.

    Aber auch bezogen auf Firmen, die nicht an der Börse sind, ergänzte Maischberger: «Es zahlt sich nicht immer aus - gerade in diesen polarisierten Zeiten nicht – mit einer Meinung nach draussen zu gehen.» Und deswegen glaube sie, dass sich viele, die das nicht kommunizieren müssen, zurückhalten. «Weil sie merken, dass sie im Zweifel ein Risiko eingehen, wenn sie eine eigene Meinung äussern zu einer politischen Frage.»

    Neben mehr Wirtschaftsvertretern wünscht sich die Moderatorin auch mehr Kulturschaffende in politischen Talkshows. «Auch da war mal die Neigung, sich politisch einzumischen, deutlich grösser», betonte sie.

    Nach ihrer Beobachtung habe sich auch etwas mit dem Internet verändert. «Eine unbedachte Äusserung kreist und kreist und kreist und ist immer auffindbar im Netz. Sie werden immer wieder dann darauf gebracht und zum Teil auch darauf reduziert. Und deswegen gibt es da auch eine grosse Hemmung.»

    Zugleich habe sich aber an mancher Stelle etwas getan - Maischberger nannte die derzeitige Umweltbewegung als Beispiel. «Plötzlich melden sich ganz viele, die dazu etwas sagen wollen.»

    Nach einer Probephase seit Sommer präsentiert die Moderatorin ab Mittwoch ihre politische Talkshow im Ersten (22.45 Uhr) künftig in einem neuen Format. Statt einem einzigen Thema geht es in der Sendung um mehrere Themen, die in der laufenden Woche aktuell sind. Elemente seien ein Einzelinterview sowie eine Runde von Kommentatoren, die kontrovers diskutieren, erläuterte Maischberger.

    Sie verwies darauf, dass sich die politischen Talkshows in der Vergangenheit oft «ins Gehege gekommen sind.» Sie ergänzte: «Weil wir alle mehr oder weniger das gleiche Konzept hatten: das Thema der Woche mit den wichtigsten Köpfen der Woche.» Deshalb wolle sie hier ausbrechen. Ihre Talkshow gibt es seit 2003, künftig läuft sie unter dem Titel «Maischberger. Die Woche». Die Quoten der TV-Sendung waren zuletzt ähnlich wie bei anderen Polit-Talkformaten rückläufig.

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