Regelwerk der Rechtschreibung vorerst ohne Genderstern

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    Deutschland,

    Geschlechtergerechte Schreibweisen werden seit Jahren schon diskutiert. Der Rat für deutsche Rechtschreibung als massgebliche Instanz in Fragen der Orthografie will beim Gendern nicht mitmachen.

    Viel Wirbel um einen kleinen Stern zwischen Buchstaben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
    Viel Wirbel um einen kleinen Stern zwischen Buchstaben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Genderstern wird bis auf weiteres nicht in das Amtliche Regelwerk der deutschen Sprache aufgenommen.

    Dies geht aus einem Zwischenbericht hervor, den der Rat für deutsche Rechtschreibung am Freitag in Mannheim beschlossen hat.

    Demnach will das Expertengremium die Entwicklung des Schreibgebrauchs zunächst weiter beobachten.

    In dem Papier heisst es, der Rat wolle sich in seiner Bewertung geschlechtergerechter Schreibweisen an der Lesbarkeit und Verständlichkeit orientieren. Ziel sei es, «einem unkontrollierten Nebeneinander unterschiedlichster Variantenschreibungen entgegenzuwirken» und «die Einheitlichkeit der Rechtschreibung in allen deutschsprachigen Ländern zu erhalten».

    Immer mehr Unternehmen, Hochschulen, Stadtverwaltungen und Behörden verwenden neue sprachliche Formen wie etwa den Genderstern («Student*innen») oder den Unterstrich («Bürger_innen»). Damit sollen auch Menschen angesprochen werden, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen. Die Verwendung solcher Sonderzeichen kann laut Rechtschreibrat zu Folgeproblemen und grammatisch nicht korrekten Lösungen führen.

    Seit 2004 ist der Rat für deutsche Rechtschreibung die massgebliche Instanz in Fragen der Orthografie. Er hat rund 40 Mitglieder aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein, der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Sitzungsort ist in der Regel das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim; dort ist die Geschäftsstelle des Rats.

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