Rapper Jay-Z haben Missbrauchsvorwürfe «sehr getroffen»
Eine anonyme Frau beschuldigte Jay-Z 2024 des sexuellen Missbrauchs. Ein Jahr nach der zurückgezogenen Zivilklage bezieht der Rapper erneut Stellung.

Das Wichtigste in Kürze
- Jay-Z wurde Ende 2024 von einer anonymen Frau wegen sexuellem Missbrauch angeklagt.
- Monate später zog diese ihre Klage zurück, doch der Rapper zeigt sich bis heute verletzt.
- «Das hat mich sehr getroffen. Mir ist das Herz gebrochen», gesteht der Rapper.
«Es war hart, richtig schwer»: Es sind die Erinnerungen, die bei Jay-Z (56) hochkommen, wenn er an das Jahr 2024 denkt. Der sonst so kontrollierte Rap-Mogul zeigt sich überraschend verletzlich über die Phase, die ihm beinahe seine Karriere gekostet hätte.
Zur Erinnerung: Der Ehemann von Superstar Beyoncé (44) wurde damals wegen mutmasslichem sexuellem Missbrauch beschuldigt. Eine anonyme Frau hatte behauptet, sie sei im September 2000 auf einer Aftershow-Party der MTV Awards unter Drogen gesetzt worden. Anschliessend sei sie vergewaltigt worden.

Laut der Klägerin sollen der aktuell inhaftierte Sean «Diddy» Combs (56) und sein Kollege Jay-Z die Taten begangen haben. Der Rapper wies die Vorwürfe stets zurück – bis die Frau im Februar 2025 ihre Zivilklage vollständig zurückzog. Für den 56-Jährigen endete damit der Rechtsstreit – der ihn jedoch bis heute verfolgt.
«So etwas sagt man nicht einfach über jemanden»
Trotz seiner Unschuldsbekundung entstanden Risse in seinem Ansehen, sein Image geriet heftig ins Wanken. «Ich war wütend. So wütend war ich schon lange nicht mehr. Es war eine unkontrollierbare Wut», erklärt Jay-Z im Interview mit dem «GQ»-Magazin.
Noch heute erscheint es ihm unerklärlich, warum die Frau Anschuldigungen in diesem Ausmass getroffen hatte. Der dreifache Vater meint: «So etwas sagt man nicht einfach über jemanden – Da muss man sich verdammt sicher sein.»

Im Laufe seiner Karriere sorgte der Musikproduzent wiederholt für Skandale. 1999 wurde er beschuldigt, den Musikproduzenten Lance Rivera in einem Club in New York mit einem Messer verletzt zu haben. Später bekannte er sich schuldig und erhielt Bewährung. Auch mit anderen Kollegen aus der Rap-Szene kam es hin und wieder zu Streitigkeiten.
Für Jay-Z geht's «nur noch um Angriff»
Jay-Z ist sich dessen bewusst, macht aber klar, dass die Frau mit ihrer Anklage zu weit ging:
«Selbst als wir die schlimmsten Dinge taten, hatten wir Regeln. Es gab eine Grenze: Keine Frauen, keine Kinder ... das sind die Dinge, die ich von der Strasse mitgenommen habe.»
Diese Regeln würde er auch heutzutage noch vertreten. Gerade deshalb hat der Fall beim Ehemann von Beyoncé tiefe Spuren hinterlassen. «Das hat mich sehr getroffen. Mir ist das Herz gebrochen», gesteht der Musiker.

Die «furchtbaren» Vorwürfe von damals verarbeite er immer noch. Dennoch gibt sich der Rapper optimistisch, denn schlussendlich zähle die Wahrheit: «Ich wusste, dass wir das durchstehen – weil es nicht stimmt.»
Für Jay-Z ist klar: «Wir haben genug Verteidigung gespielt. 2026 geht's nur noch um Angriff.»
















