«Ich bin wieder topfit», stellt Promi-Makler Marcel Remus im Interview klar und blickt voller Optimismus in das neue Jahr.
Marcel Remus
Der Promi-Makler Marcel Remus. - Instagram / marcel.remus

Das Wichtigste in Kürze

  • Marcel Remus hatte zuletzt mit Herzproblemen zu kämpfen.
  • Nun ist der Promi-Makler aber auf dem Weg der Besserung.
  • Im Interview lässt er das vergangene Jahr Revue passieren.

Hinter Promi-Makler Marcel Remus (35) liegen ganz besondere Monate. Trotz Pandemie blickt er auf das wohl erfolgreichste Jahr in seiner Firmengeschichte zurück. Allein 2021 konnte er Immobilien im Wert von über 100 Millionen Euro auf Mallorca verkaufen. Doch dann der Schock: Der 35-Jährige wurde im Oktober mit Herzproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert. «Das war ein Warnsignal, mehr auf den eigenen Körper zu hören und sich hin und wieder gewisse Auszeiten zu gönnen», erzählt Remus im Interview und lässt das vergangene Jahr beruflich wie privat Revue passieren. Sein persönliches Highlight: ein Treffen mit den Luxus-Maklerinnen des Netflix-Megahits «Selling Sunset» in Los Angeles.

Sie sorgten vor einigen Wochen mit Herzproblemen für Schlagzeilen, wie geht es Ihnen jetzt?

Marcel Remus: Das war tatsächlich ein kurzer Schock, aber jetzt bin ich wieder topfit - wenn auch komplett mit neuen Vorsätzen. Ich fühlte ein paar Tage zuvor einen extremen Druck auf dem Brustkorb. Als ich ins Krankenhaus ging, wurde ich stundenlang untersucht und direkt für eine Nacht dort behalten. Ich wurde in drei verschiedenen Kliniken, unter anderem auch in Deutschland, untersucht, komplett auf den Kopf gestellt und bin wieder topfit. Das war ein Warnsignal, mehr auf den eigenen Körper zu hören und sich hin und wieder gewisse Auszeiten zu gönnen.

Wie haben Sie Ihre Lebensgewohnheiten seither verändert?

Remus: Man reflektiert natürlich extremer, wenn man plötzlich wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus liegt. Man sagt immer, man soll auf sich Acht geben, aber durch den täglichen Stress und den arbeitsintensiven Alltag ist das immer leichter gesagt als getan. Mein Motto ist seit 15 Jahren «Vollgas und Attacke» und dazu baue ich jetzt ein paar Auszeiten ein, damit ich nicht mehr so schnell in diese Lage komme. Ich kann nur ganz klar raten, dass man Warnsignale des Körpers ernst nehmen sollte.

Die vergangenen Monate der Pandemie haben uns alle sehr gefordert. Wie sehr wirkt sich die Corona-Krise auf Ihr Immobiliengeschäft auf Mallorca aus?

Remus: Anfangs habe ich mir tatsächlich grosse Sorgen gemacht und mich gefragt, wer in Pandemie-Zeiten eine Immobilie auf der liebsten Ferieninsel der Deutschen kaufen wird. Nach dem ersten Lockdown und als das Reisen wieder möglich war, kristallisierte sich jedoch sehr schnell heraus, dass besonders die vermögenden Kunden ihr Geld in Immobilien, also in Beton-Gold anlegen. Zum einen, um ihr Geld zu sichern und zum anderen, um sich und der Familie gerade in harten Zeiten wie diesen ein Refugium zu schaffen. Viele Reiche haben den Lockdown auf Mallorca verbracht und von hier aus über Video-Anrufe und E-Mails gearbeitet.

Warum zieht es so viele bis heute nach Mallorca?

Remus: Wenn man Europa betrachtet, ist Mallorca für mich ganz klar Destination Nummer eins: perfekte Infrastruktur, Sicherheit, gutes Klima. Obwohl wir in Spanien einen extrem harten Lockdown hatten, hat sich gezeigt, dass besonders Mallorca mit der Pandemie und den entsprechenden Hygienevorschriften perfekt zurechtgekommen ist. Alle sehnen sich nach Freiheit, so skurril das klingt, aber die, die es sich leisten können, kaufen sich eben eine tolle Immobilie auf Mallorca und geniessen das Leben. Der Immobilienmarkt auf Mallorca besonders zwischen Son Vida und Port Andratx boomt wie nie zuvor. Es gibt sogar mehr Nachfrage nach Luxusanwesen als aktuell zum Verkauf stehen.

Im Mai eröffneten Sie Ihre Villa Remus. Sie kostet pro Nacht ab 1.950 Euro. Wie gross ist die Nachfrage nach der Unterkunft?

Remus: Ich habe Ende 2019 eine Villa am Golfplatz von Son Vida gekauft und die Idee war, dass meine Follower auf Instagram und Facebook bei der Renovierung komplett mitentscheiden. Das erste «Social-Media-Haus» der Welt inklusive Einweihung mit exklusiven Gästen wie Hollywood-Diva Joan Collins, Burlesque-Star Dita von Teese oder Moderatorin Frauke Ludowig. Die Idee ging auf: Seit Fertigstellung im Mai dieses Jahres ist meine Villa Remus durchgehend vermietet und auch für den nächsten Sommer haben wir schon einige Buchungen. Darunter zahlreiche Promis wie unter anderem Star-DJ Robin Schulz oder Model Rebecca Mir und Massimo Sinató. Die Pandemie führte auch dazu, dass sich viele Kunden lieber eine Villa mit einem grossen Pool und Garten mieten, anstatt im Hotel mit Maske auf andere Gäste zu treffen.

Wie ist die Stimmung generell auf Mallorca?

Remus: Die Pandemie hat Mallorca extrem hart getroffen. Eine Ferieninsel, die so lange ohne Urlauber ist, ist für viele Branchen eine Katastrophe. Ich bin traurig, wenn ich die vielen leeren Läden sehe. Deshalb habe ich mich mit Spenden auch direkt von Anfang an bei der Organisation Caritas Mallorca für die Menschen eingesetzt, die durch die aktuelle Situation nicht einmal etwas zu essen haben und nicht für ihre Familie sorgen können. Die diesjährige Saison verlief jedoch trotz der schwierigen Situation für viele sehr positiv. Die Insel wird gut durch die Krise kommen.

Wie lautet die Bilanz, die Sie unter das Jahr 2021 ziehen können?

Remus: Die Negativzinsen, die unsichere Lage an den Finanzmärkten und die Folgen von Corona treiben die Immobilienpreise besonders im Luxussegment weiterhin nach oben. In 2021 konnte ich mit meiner Firma den Umsatz im Vergleich zum Jahr 2019 mehr als verdoppeln. In diesem Jahr habe ich für über 100 Millionen Euro Immobilien auf der Insel verkauft. Das ist ein enormes Transaktionsvolumen.

Wie genau sieht Ihre Klientel aus?

Remus: Die Nationalität der Käufer: 24 Deutsche, 2 Österreicher, 1 Pole. Die Käufer werden im Vergleich zu den Jahren davor auch immer jünger. Der jüngste Kunde in diesem Jahr ist 23 Jahre alt, self-made und kommt aus der Start-up-Branche. Der älteste Käufer ist 88, Grossindustrieller, und hat seinen zwei Kindern jeweils eine Immobilie gekauft. Ich bin extrem stolz auf mein Mini-Team rund um meine Mutter Silke, die seit mittlerweile fünf Jahren für mich arbeitet und Käufer und Verkäufer betreut, und meine Assistentin Bettina, die mir seit 15 Jahren den Rücken freihält und das Büro managt.

Wenn Sie auf das Jahr zurückblicken, was war Ihr persönliches Highlight 2021?

Remus: Mein persönliches Highlight in diesem Jahr war definitiv der TV-Dreh für meine neue Prime-Time Sendung und zudem ein RTL-Dreh mit den Maklerkollegen der Netflix Erfolgsserie «Selling Sunset» in Los Angeles.

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Welche Pläne haben Sie sich für 2022 gemacht?

Remus: 2022 wird sehr wild. Im März steht der für mich der grösste und bedeutendste Immobilienverkauf an: Einer meiner Kunden kauft das bisher teuerste Haus in Son Vida, dem Beverly Hills von Mallorca, für knapp 20 Millionen Euro. Im April erscheint die neue Ausgabe meines Magazins Mr. Lifestyle und am fünften August findet wieder meine grosse Remus Lifestyle Night statt, die ich bereits jetzt vorbereite. Dann steht ein grosses TV-Projekt an - das habe ich bereits abgedreht. Zudem arbeite ich gerade an einer neuen Möbel- und Wohn-Accessoire-Kollektion - die ich zumindest in 2022 produzieren möchte. Dann habe ich natürlich noch viel Überraschungen parat, damit es nicht langweilig wird.

Haben Sie sich irgendwelche Vorsätze gemacht?

Remus: Weiterhin dankbar sein und die tollen Dinge, die man erlebt, schätzen zu wissen. Noch mehr auf die Gesundheit achten und weiterhin mit Freude und Leidenschaft arbeiten. Der Rest kommt dann von ganz allein.

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