Nach Vorwürfen: Neue Ermittlungen im Fall Fernandes-Ulmen
Nach den Vorwürfen von Collien Fernandes wird im Fall Ulmen nun auch in Deutschland wieder ermittelt. Das bestätigt die zuständige Staatsanwaltschaft.

Das Wichtigste in Kürze
- Collien Fernandes wirft ihrem Ex Christian Ulmen «virtuelle Vergewaltigung» vor.
- Nach den heftigen Vorwürfen tut sich nun auch bei der deutschen Justiz etwas.
- Die Staatsanwaltschaft Itzehoe bestätigt: Es wird wieder ermittelt.
Collien Fernandes (44) ist mit Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (55) kürzlich an die Öffentlichkeit gegangen. Nun wird in dem Fall auch in Deutschland wieder ermittelt, berichtet die «Bild».
«Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat nach den Medienveröffentlichungen die Ermittlungen wegen Paragraf 202a StGB gegen Unbekannt wieder aufgenommen», bestätigt die Staatanwaltschaft (Bundesland Schleswig-Holstein) gegenüber der deutschen Zeitung.

Der Paragraf besagt: «Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.»
Erste Anzeige im Jahr 2024
Collien Fernandes wirft Ulmen unter anderem «virtuelle Vergewaltigung» vor. Sie hat ihn in Spanien, wo das Ex-Paar zuletzt gemeinsam lebte, deswegen angezeigt.
Die Schauspielerin hat aufgrund der Fake-Profile jedoch schon im November 2024 zum ersten Mal Anzeige gestellt. Damals gegen Unbekannt – und ohne Erfolg. Denn das Verfahren wurde im Juni 2025 eingestellt.

Laut der Staatsanwaltschaft seien damals weitere Unterlagen von Fernandes gefordert worden. Man habe aber nie Antwort erhalten. Daher seien die Ermittlungen schliesslich eingestellt worden.
Collien Fernandes selbst dementiert das jedoch. Gegenüber dem «Tagesspiegel» sagt sie: «Ich ging davon aus, dass eine Polizeibehörde aus Schleswig-Holstein sich bei mir melden wird. Dies ist jedoch nicht geschehen.» Fragen aus Itzehoe habe sie nie erhalten.
Ulmen soll Taten gestanden haben
Die Vorwürfe der 44-Jährigen gegen ihren Ex-Mann haben es in sich. Jahrelang soll Ulmen Fake-Profile unter ihrem Namen erstellt und mit Männern gechattet haben. Nach anfänglich normalen Gesprächen soll er diesen gefälschte KI-generierte Nacktbilder und Sexvideos von Fernandes geschickt haben – sogenannte Deepfakes.
Auf Instagram schrieb Collien, dass Ulmen die Taten ihr gegenüber gestanden hat. Erst gestern teilte sie in einem ausführlichen Beitrag mit, was er alles zugegeben haben soll.
«Er habe einen sexuellen Fetisch entwickelt, mit dem er nicht mehr aufhören konnte. Ein Degradierungsfetisch», so Fernandes.
«Es macht ihn geil, mich zu erniedrigen und mich auf eine Art in meinem beruflichen Umfeld zu präsentieren, von der er wusste, dass ich sie schrecklich finden würde. Das gibt ihm das Gefühl von Macht! Macht über mich!»
Christian Ulmen hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäussert. Ob Anklage erhoben wird, derzeit noch unklar. Für den Schauspieler gilt die Unschuldsvermutung.












