Nach bösen Vorwürfen: Jetzt spricht der Sohn von Reinhold Messner
Reinhold Messner wirft seinen Kindern vor, ihn «entsorgt» zu haben. Nun widerspricht Sohn Simon und sagt: «Ich vermisse meinen Vater jeden Tag.»

Das Wichtigste in Kürze
- Reinhold Messner erhebt schwere Vorwürfe gegen seine vier Kinder.
- Sohn Simon widerspricht den Aussagen seines Vaters nun deutlich.
- Er sagt, Messner habe sich der Familie selbst entzogen.
Reinhold Messner (81) steht nicht nur für grosse Gipfel, sondern nun auch für einen tiefen Familienbruch. Die Bergsteiger-Legende erhob zuletzt schwere Vorwürfe gegen ihre vier Kinder.
Im Ö3-Format «Frühstück bei mir» sagte Messner, er fühle sich nach seinen Schenkungen von ihnen abgeschoben. Er habe sein Lebenswerk weitergegeben. Nun würden seine Kinder sagen: «Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig.»
Dann wurde Messner noch deutlicher: «Ich wurde entsorgt!», behauptete er.
Sohn Simon widerspricht Vater
Jetzt meldet sich sein Sohn Simon Messner (36) zu Wort. Gegenüber der «Bild» widerspricht er den Aussagen seines Vaters deutlich.
«Es tut unendlich weh, weil es einfach nicht wahr ist», sagt Simon Messner. Und stellt klar: «Es stimmt nicht, dass wir ihn entsorgt haben. Er hat sich uns entzogen.»

Besonders hart klingt sein nächster Satz: «Ich vermisse meinen Vater jeden Tag.»
«Es ist unerträglich und unbegreiflich»
Simon Messner erhielt von seinem Vater zwei Bauernhöfe in Südtirol. Darum gebeten habe er nicht, sagt er. Er gebe aber alles, um die Anwesen zu erhalten.
Die öffentlichen Vorwürfe seien für ihn und seine Geschwister kaum auszuhalten. «Es ist unerträglich und unbegreiflich», sagt Simon Messner.
Er betont, dass er keinen Streit wolle. Die Kinder hätten mehrfach versucht, ihren Vater per Brief oder Telefon zu erreichen. Eine Reaktion sei aber ausgeblieben.
Streit um vorgezogenes Erbe
Der Familienkonflikt schwelt schon länger. 2019 hatte Reinhold Messner beschlossen, einen grossen Teil seines Besitzes zu Lebzeiten an seine Kinder zu übertragen.

Es ging laut «Bild» um ein Vermögen von 30 bis 40 Millionen Euro, darunter auch Immobilien. Messner wollte damit eigentlich verhindern, dass es nach seinem Tod zu Erbstreitigkeiten kommt.
Heute sagt der Alpinist, er bereue diese Entscheidung zutiefst. Er fühle sich von seinen Kindern enttäuscht und ausgeschlossen.
Bruch nach neuer Liebe
Simon Messner sieht den Ursprung des Bruchs in der Trennungsphase seiner Eltern. Reinhold Messner liess sich 2019 von seiner zweiten Ehefrau Sabine Stehle (62) scheiden.
Später lernte er Diane Schumacher (46) kennen. Die beiden heirateten 2021. Laut Simon habe die Familie den Vater seither immer mehr verloren.
«Wir erreichen ihn nicht mehr», sagt der Sohn. Das betreffe nicht nur die Kinder, sondern auch Geschwister, Freunde, Vertraute und frühere Mitarbeitende.
Trotz der harten Vorwürfe hofft Simon Messner weiter auf eine Annäherung. Er sagt: «Wir hätten Reinhold gerne zurück. Er fehlt uns.»
Reinhold Messner reagierte laut «Bild» bisher nicht auf die Aussagen seines Sohnes.
Reinhold Messner und sein Leben
Reinhold Messner gilt als einer der bedeutendsten Bergsteiger der Geschichte. Er war der erste Mensch, der alle 14 Achttausender, also Berge mit mehr als 8000 Metern Höhe, bestiegen hat.

Zudem bewältigte er mehrere dieser Gipfel ohne zusätzliche Sauerstoffversorgung. Seine Karriere begann in den 1960er-Jahren in Südtirol, wo er aufgewachsen ist.
Neben dem Bergsteigen ist Messner als Autor, Politiker und Museumsgründer bekannt. Die Messner Mountain Museen, kurz MMM, umfassen mehrere Standorte in Südtirol. Sie widmen sich der Geschichte des Alpinismus und der Bergkulturen weltweit. Heute leitet seine Tochter Magdalena (38) die Museen als Geschäftsführerin.












