Maulkorb für deutsche Influencer in Dubai?
In Dubai sorgen Raketenwarnungen für Nervosität bei deutschen Influencern. Einige löschten Posts wieder und sprechen von Regeln.

Das Wichtigste in Kürze
- Influencerin Tanja Makarić sagt: «Offiziell kann ich nichts sagen», und hält Pässe bereit.
- Nathalie Bleicher-Woth löscht Storys und sagt, sie wisse nicht, was erlaubt ist.
- Zara Secret schreibt «Wir dürfen nichts posten», löscht den Beitrag aber kurz danach.
- Marija Bratucha widerspricht: Posten gehe, solange man keinen «Bullshit» verbreitet.
In Dubai herrscht bei einigen deutschen Social-Media-Stars Alarmstimmung. Auslöser sind Berichte über Raketenangriffe und eine gesperrte Luftlage. Auf Instagram zeigen sich die Influencer teils aufgelöst, teils auffällig vorsichtig.
Vor allem ein Muster fällt auf: Posts verschwinden wieder. Und mehrere sagen offen, sie seien unsicher, was sie überhaupt sagen dürften.
«Ich weiss nicht, was ich sagen darf»
Die Influencerin Tanja Makarić berichtet von Angst und Tränen. Sie habe Pässe, Geld und das Nötigste ständig in einer kleinen Tasche dabei und sagt in ihrer Story: «Ich kann euch offiziell nichts sagen.»
Später schreibt sie, die Bomben würden abgewehrt und es sei «schrecklich, aber auszuhalten».
Nathalie Bleicher-Woth, bekannt aus «Berlin Tag und Nacht», formuliert es noch direkter.
«Bei uns ist alles den Umständen entsprechend in Ordnung. Ich weiss nicht, was ich sagen darf und was ich nicht sagen darf», sagt sie. Sie erklärt, deshalb habe sie «die anderen Sachen gelöscht».
«Wir dürfen nichts posten»
Am deutlichsten wird es bei Zara Secret.
Sie schreibt: «Wir dürfen nichts posten! Ich musste alles löschen!» Kurz darauf ist auch diese Story weg, wie «t-online» festhält.
Das wirkt wie ein Maulkorb, beweisen lässt es sich damit aber nicht.
Denn: Marija Bratucha hält dagegen. Sie warnt vor «Fake News von Clickbait-Influencern» und sagt, posten sei grundsätzlich erlaubt, solange man keinen «Bullshit» erzähle.

Gleichzeitig betont sie, für Menschen im Iran sei die Lage weit schlimmer.
Flucht, Chaos, Durchhalteparolen
Andere deutsche Promis schildern die Situation ebenfalls emotional. Die Schweizer Reality-TV-Teilnehmerin Elena Miras spricht von Alarm, Panik und chaotischen Momenten, weil sie in Saudi-Arabien festsitzt.
Auch die Influencerin Ina Aogo mit 223'000 Followern auf Instagram sagt, sie sei aus dem Zentrum geflohen. Sie lobt die «ultra guten Abwehrsysteme» der VAE.
Reality-TV-Darstellerin Fiona Erdmann wiederum bleibt bei ihrer Dubai-Linie. «Ich vertraue Dubai», sagt sie und betont: «Ich glaube an Dubai. Ich glaube an die Sicherheit.»
Prinz Marcus von Anhalt spielt die Lage in seiner Story herunter und behauptet, er bekomme «davon nichts mit». Abgesehen von abgefangenen Raketen und wackelnden Fenstern.
Wer verbietet hier was?
Unklar bleibt dabei, wer genau in solchen Situationen das Posten einschränkt oder überhaupt verbieten könnte, denn offizielle Vorgaben dazu sind in den Stories nicht belegt.





















