Macklemore verteidigt «Free Palestine»-Rufe bei Sheeran-Tour

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    US-Rapper Macklemore hält trotz Kritik an seinem politischen Auftritt im Vorprogramm von Ed Sheerans aktueller Tour an seiner Botschaft fest. «Dass alle Menschen gleich behandelt werden sollten, darf niemals kontrovers sein», schrieb der 43-Jährige am Montag (Ortszeit) bei Instagram.

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    Macklemore bei seinem Auftritt auf dem Gurten. - keystone

    Dazu teilte er ein Video von zwei Reden, die er laut Medienberichten am Freitag und am Samstag bei zwei Konzerten im MetLife Stadium in New Jersey gehalten haben soll.

    «Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine. Ich sagte, Free Palestine», heisst es in dem Clip. Die Worte sollen von Freitag stammen. «Ich möchte, dass diese Worte laut und deutlich zu hören sind, damit die Menschen von Gaza bis im besetzten Westjordanland wissen, dass wir sie nicht vergessen haben.»

    Am Samstag legte der Rapper laut Berichten mit den folgenden Worten nach, die ebenfalls in dem Clip bei Instagram zu hören sind: «An alle meine jüdischen Brüder und Schwestern: Kritik an Israel, Kritik an der Apartheid, die Ablehnung von Völkermord – das ist in keiner Weise eine Kritik an euch. Meine Botschaft gilt dem Frieden; der Liebe dafür, dass alle Menschen mit Würde, Respekt und Gleichberechtigung behandelt werden.»

    Die Organisation Israeli-American Council (IAC) startete laut Medien am Sonntag eine Petition, in der sie Ed Sheeran dazu aufrief, den Rapper auf seiner Tour nicht weiter auftreten zu lassen. «Dies war ein Ed-Sheeran-Konzert – keine politische Kundgebung, keine Protestveranstaltung und keine Aktivisten-Show», hiess es dort. Und: «Meinungsfreiheit bedeutet nicht Freiheit von Verantwortung. Deine Show. Deine Bühne. Deine Verantwortung.»

    Ed Sheeran äusserte sich zunächst nicht zu den Auftritten Macklemores.

    Der Rapper aus Seattle, der mit bürgerlichem Namen Benjamin Haggerty heisst, positioniert sich immer wieder politisch. 2024 veröffentlichte er den propalästinensischen Song «Hind's Hall» und 2025 das Lied «Fucked up». In den Liedern wirft er Israel Genozid vor und vergleicht in einem dazugehörigen Musikvideo einen Jungen aus dem Warschauer Ghetto mit einem aus dem Gazastreifen. Auf die Hamas und deren Massaker am 7. Oktober 2023 geht der Rapper in seinen Songs nicht ein.

    Bei Auftritt beim Deichbrand-Festival 2025 in Deutschland sagte er auf Englisch: «Ich bin sicher, dass es Menschen gibt – vielleicht sogar hier im Publikum -, denen gesagt wurde, dass es antisemitisch sei, sich gegen den Völkermord Israels am palästinensischen Volk auszusprechen. Lasst euch nicht von der kolonialen Sprache täuschen.» Der Auftritt des Musikers hatte schon vor dem Konzert deutschlandweit für Kritik und Empörung gesorgt.

    Der Zentralrat der Juden wirft Macklemore Antisemitismus vor und hatte vor einem Besuch des Festivals gewarnt. Die Leitung des Festivals im Bundesland Niedersachsen reagierte auf die Kritik mit einem Antisemitismuskonzept, Schulungen und einem öffentlichen Bekenntnis gegen Hass und Gewalt.

    Am 7. Oktober 2023 hatten die Angreifer bei einem Massaker der Hamas rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall der islamistischen Terrororganisation löste den Gaza-Krieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 73.400 Palästinenser getötet. Menschenrechtsorganisationen und UN-Gremien werfen Israel wegen seines Vorgehens im Gaza-Krieg unter anderem Kriegsverbrechen vor.

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