Lululemon-Gründer: Scheidung bei Milliardärspaar – ohne Ehevertrag
Chip und Sharon Wilson, das Ehepaar hinter Lululemon, lassen sich scheiden. Da sie keinen Ehevertrag haben, könnte es für ihn sehr teuer werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Chip Wilson gründete Lululemon, seine Frau Sharon war lange Zeit leitende Designerin.
- Er wurde dadurch mehrfacher Milliardär.
- Jetzt lassen sie sich scheiden, einen Ehevertrag gibt es nicht.
Sie gründeten Lululemon vor fast 30 Jahren. Gemeinsam entwickelten sie das Unternehmen zu einer der bekanntesten Bekleidungsmarken für Yoga und Pilates.
Doch jetzt befinden sich Chip (71) und Sharon «Summer» Wilson (52) im Scheidungsprozess. Und das könnte für ihn ganz teuer werden.
Im Jahr 1998 gründete Chip das Unternehmen. Sharon war eine der ersten Angestellten und verhalf Lululemon als leitende Designerin zum Erfolg. Dass sie eine Schlüsselrolle spielte, anerkennt auch Chip.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Marke einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn betrug über sechs Milliarden Dollar.
Chip Wilson wurde dank Lululemon zum Milliardär. Sein Vermögen wird auf rund 5,2 Milliarden Dollar geschätzt. Er hält 8,6 Prozent der Lululemon-Aktien und ist damit Hauptanteilseigner.
Sharon Wilson trat 2014 bei Lululemon aus und gründete ihre eigene Marke «Kit and Ace». Schätzungen zu ihrem Vermögen gibt es nicht, es dürfte aber im dreistelligen Millionenbereich liegen. Sie besitzt ein Prozent der Anteile von Lululemon.

Im Jahr 2022 heirateten Chip und Sharon, drei Kinder folgten. Doch das Familienglück platzte: Sie lassen sich scheiden. Im kanadischen British Columbia wurden im April Dokumente für ein mittlerweile laufendes Familienverfahren eingereicht.
Die Dokumente sind versiegelt. Doch «Bloomberg» berichtet, dass es keinen Ehevertrag zwischen Chip und Sharon gibt.
Kanadische Scheidungsanwälte erklärten gegenüber «The Post», was das für Chip bedeuten könnte: Alle während der Ehe erzielten Vermögenszuwächse werden möglicherweise zu gleichen Teilen aufgeteilt.
Für Chip Wilson würde das enorme Einbussen bedeuten. Möglich ist aber, dass sich die beiden aussergerichtlich einigen können. Ansonsten würde es vor einem kanadischen Gericht zu einem teuren Rosenkrieg kommen.
















