Keine «Perfektion»: Sylvie Meis rechnet mit Beauty-Wahn ab

Cheri Reinhardt
Cheri Reinhardt

Deutschland,

Sylvie Meis spricht offen über Schönheitsdruck. Perfektion sei heute nicht mehr ihr Ziel.

Sylvie Meis
Sylvie Meis spricht offen über Schönheitsdruck und falsche Perfektion. - getty images

Das Wichtigste in Kürze

  • Sylvie Meis sagt, wahre Schönheit komme für sie heute von innen.
  • Sie warnt vor Social Media und rät, sich nicht ständig zu vergleichen.
  • Perfektion ist für die Moderatorin kein Ziel mehr.

Sylvie Meis (48) ist seit Jahren das, was viele Frauen als Schönheitsideal bezeichnen. Die niederländische Moderatorin steht seit Jahrzehnten vor der Kamera, weiss, wie man sich stylt, und wirkt dabei mühelos. Doch wie geht sie selbst mit diesem Bild um?

Schönheit kommt von innen

Im Interview mit «OK!» gibt Meis überraschend offene Antworten. «Ich glaube sehr daran, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt», sagt die 48-Jährige.

Für sie komme Schönheit «immer von innen nach aussen». Gepflegtes Auftreten gehöre zwar zu ihrem Beruf. Doch ihr Blick darauf habe sich mit der Zeit grundlegend gewandelt.

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Sylvie Meis zeigt schockierende Bilder nach ihrer CO₂-Laserbehandlung. - Instagram / @sylviemeis

«Die Jahre haben mir vor allem gezeigt, dass wahre Schönheit viel tiefer geht», so Meis. Innere Zufriedenheit und Selbstbewusstsein seien für sie heute entscheidend. Wer sich wohlfühle, strahle das auch aus.

Weniger Druck, mehr Wohlgefühl

Auch Sylvie Meis spürte früher den Druck, gut aussehen zu müssen. Heute sei das weniger geworden.

«Mit den Jahren wird man entspannter und lernt, sich selbst anders anzunehmen», erklärt sie. Dann wird Meis deutlich: «Perfektion ist für mich heute nicht mehr das Ziel.»

Setzt dich Social Media beim Aussehen unter Druck?

Gepflegt auszusehen, sei ihr zwar weiterhin wichtig. Nicht wegen des Drucks von aussen, sondern für ihr eigenes Wohlgefühl.

Klare Worte zu Social Media

Besonders deutlich wird Sylvie Meis beim Thema Social Media. «Glaubt nicht alles, was ihr seht, und vergleicht euch nicht ständig», appelliert sie an ihre Followerinnen. Die Plattformen zeigten oft nur einen kuratierten Ausschnitt. Dadurch entstehe schnell das Bild einer perfekten Welt, die so nicht existiere.

«Aber niemand ist perfekt», stellt Meis klar. Viele Bilder seien bearbeitet oder inszeniert. Jeder Mensch habe Unsicherheiten und schlechte Tage, die man online nicht sehe. Wer das vergisst, vergleicht sich mit einem Bild, das mit der Realität wenig zu tun hat.

Für Meis lautet die Konsequenz: Bei sich bleiben. «Echte Schönheit entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Selbstbewusstsein und Authentizität», fasst die Moderatorin zusammen. Eine Botschaft, die sie offensichtlich selbst lebt.

Sylvie Meis wurde in Deutschland TV-Star

Sylvie Meis wurde in den Niederlanden bekannt und machte später auch in Deutschland Karriere. Einem breiten TV-Publikum wurde sie unter anderem als Jurymitglied bei «Das Supertalent» und als Moderatorin bei «Let's Dance» bekannt.

Sylvie Meis
Sylvie Meis und Rafael van der Vaart heirateten 2005. Die Ehe wurde später geschieden. - getty images

Die Moderatorin hat einen inzwischen 20-jährigen Sohn mit Ex-Fussballer Rafael van der Vaart (43). 2009 machte Meis ihre Brustkrebserkrankung öffentlich, seither spricht sie immer wieder über Stärke, Disziplin und Selbstbewusstsein.

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Kommentare

User #5037 (nicht angemeldet)

Späte Einsicht nach x Beautyeingriffen. Hätte sie diese nicht vor 20/15 Jahren gemacht, wäre sie wohl nicht da wo sie jetzt ist. Das war damals in all den Klatschblättern, von Glückspost bis Brigitte ein riesen Thema. Im Nachhinein auf "innere Schönheit" plädieren, ist eine Ohrfeige für all jene die sich auch "optimieren" wollen oder müssen um erfolgreich im Showbiz zu sein. Es mag nicht fair sein, aber die Zuschauer sind's auch nicht. Ist halt so, Karriere oder eben nicht. Oder in einem anderen Metier das nichts mit öffentlichen Auftritten zu tun haben.

User #5381 (nicht angemeldet)

Wenn sie das wirklich wortwörtlich so gesagt hat, dann wird sie demnächst in einem Jutestoffkleid auf die Bühne gehen und ungeschminkt sich geben. Wie Pam Anderson, vorher nehme ich ihr das nicht ab, da sie beim Aussehen nichts dem Zufall überlässt.

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