Kunst

    Immer mehr Künstler verkaufen Rechte an ihrer eigenen Musik

    Nau Prominews
    Nau Prominews

    USA,

    Elton John stellt sich vehement gegen den Verkauf der Rechte an seiner Musik. Anders sieht es etwa bei David Crosby oder David Bowie aus.

    Platte von David Bowie.
    Platte von David Bowie. - BabichAndrew/Shutterstock

    Das Wichtigste in Kürze

    • Immer mehr Stars verkaufen die Rechte an ihrer Kunst.
    • Die Pandemie spielt dabei eine entscheidende Rolle.

    Das Geschäft mit Songrechten floriert: David Bowie, Bob Dylan, Bruce Springsteen– immer mehr Bands und Musiker verkaufen ihre kompletten Musikkataloge.

    Der Musikverlag Warner Chappell Music hat für 250 Millionen Dollar die Rechte an den Songs von David Bowie (1947-2016) geschnappt. Bruce Springsteen (72) verkaufte seinen Katalog laut Medienberichten vor wenigen Wochen sogar für rund 500 Millionen Dollar an Sony Music.

    David Bowie
    ARCHIV - Der britische Musiker David Bowie tritt beim Festival «Go Bang» auf dem Lübecker Flughafen Blankensee auf. Foto: Markus Beck/dpa - sda - Keystone/dpa/Markus Beck

    Die Mega-Deals folgen einem Trend im Musikbusiness, auf den auch schon zahlreiche andere Musiker aufgesprungen sind: Bob Dylan (80) soll seinen Katalog an Universal Music für mutmasslich 300 bis 500 Millionen Dollar verkauft haben. Fleetwood-Mac-Frontfrau Stevie Nicks (73) hat 80 Prozent an ihrer Musik für 100 Million Dollar dem US-Verlag Primary Wave überlassen.

    Songrechte so wertvoll wie Gold oder Öl

    Ein Name fällt im Zusammenhang mit Musikrechten immer wieder: Hipgnosis Songs Fund, ein britischer Investmentfonds, gegründet vom Musikmanager Merck Mercuriadis (58). Der arbeitete schon als Manager für Beyoncé (40) und sieht Songrechte als Investitionsgut «so wertvoll wie Gold oder Öl».

    Bei ihm hatte auch Shakira (44) Anfang 2021 ihren gesamten Songkatalog untergebracht. Die Verkaufssumme ist hier nicht bekannt. Und auch die Red Hot Chili Peppers haben ihre Songrechte für 140 Millionen Dollar dem britischen Investmentfond überlassen.

    Beyoncé
    Hipgnosis Songs Fund arbeitete schon für Beyoncé. - Keystone

    Für Labels und Investment-Firmen sind vor allem Evergreens und Klassiker interessant, wie sie etwa Bowie, Springsteen oder Dylan liefern. Bei einem «bewährten» Song sei das Einkommensmuster vorhersehbar und zuverlässig. Dies erklärte Merck 2019 in einem Interview mit dem « Thought Economist». Die Firmen erhalten nach erfolgreichem Kauf künftig Lizenzgebühren.

    Pandemie treibt das Geschäft an

    Doch warum verkaufen die Künstler die Rechte an ihrer eigenen Kunst? Dabei spielt die Pandemie eine grosse Rolle. Nachdem die Einnahmen durch Live-Konzerte weggefallen sind, sind manche Musiker auf die neue Einkommensquelle angewiesen. Folklegende David Crosby (80) von Crosby, Stills & Nash erklärte auf Twitter, dass auch er den Schritt gehen werde.

    david crosby tot
    David Crosby ist mit 81 Jahren an seiner jahrelangen Krankheit gestorben. - Bang

    Seine Beweggründe: «Ich kann nicht arbeiten. Streaming stiehlt mir meine Plattenverkäufe. Ich habe eine Familie zu versorgen, also ist das meine einzige Option. Ich bin mir sicher, den anderen geht es genauso.»

    Aber noch sehen nicht alle Musiker das so. Elton John (74) etwa kann sich nicht vorstellen, die Rechte an seinen eigenen Songs abzutreten. Dies versicherte sein Ehemann David Furnish (59). Ein Verkauf sei «undenkbar», sagte er im November 2021 der Branchenseite «Music Business Worldwide».

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Prominews
    david crosby tot
    Prominews
    London

    MEHR IN PEOPLE

    meghan markle
    Meghans Vater
    ferien
    87 Interaktionen
    Nach Robo-Taxi-Fahrt
    a
    Vorwürfe gegen Vater
    John Anderson
    Country-Legende

    MEHR KUNST

    Art Basel
    Paris
    6 Interaktionen
    Bern
    Gen Z
    6 Interaktionen
    Studie

    MEHR AUS USA

    Trump Jeffries Schumer
    9 Interaktionen
    Vor US-Zwischenwahlen
    7 Interaktionen
    Washington
    USA Flug Randale
    20 Interaktionen
    Auf US-Inlandflug
    nasa
    14 Interaktionen
    Washington