Hat Marius Borg Høiby ein geheimes Kind?
Vor Gericht spricht ein Zeuge von einem Kind von Marius Borg Høiby. Der Palast und die Anwälte schweigen zu dem Thema.

Das Wichtigste in Kürze
- Norwegische Medien spekulieren über ein heimliches Kind von Marius Borg Høiby.
- Grund dafür ist die Aussage eines Zeugen beim Prozess gegen den Stiefsohn des Kronprinzen.
- Der Palast und die Anwälte schweigen zum Thema.
Der Prozess gegen Marius Borg Høiby (29), den Sohn aus erster Ehe von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52), sorgt für Aufsehen. Besonders im Fokus steht eine Aussage eines Zeugen. Sie wirft die Frage auf: Ist Marius heimlich Papa?
Vor Gericht sagte ein Bekannter eines mutmasslichen Opfers aus. Er gab wieder, was die Frau ihm vom Kennenlernen mit Marius erzählt hat. «Marius erzählte ihr, dass er eine schwierige Kindheit hatte. Dann sprach er von seinem Kind und zeigte Fotos, damit sie Vertrauen zu ihm fasst.»
Die norwegische Tageszeitung «VG» nahm die Vermutung, dass Marius ein heimliches Kind hat, gross auf. Die Anwälte des Opfers äusserten sich aber nicht dazu. Und die Vertreter von Marius teilten bloss mit, dass man nichts über ein heimliches Kind wisse. «Wir möchten davor warnen, dementsprechende Gerüchte zu verbreiten.»
Gegenüber der Polizei sagte auch Marius selbst, dass er kein Kind habe. Bei seiner Einvernahme im Jahr 2024 soll er dazu befragt worden sein.
Das Königshaus gab sich gegenüber der Zeitung wortkarg: «Wir äussern uns nicht in Bezug auf Marius Borg Høiby», teilte es bloss mit. «VG» findet das suspekt und schreibt in einem Kommentar: «Die Frage, wie viele Mitglieder die königliche Familie hat, sollte nicht schwer zu beantworten sein.»
Lüge oder Missverständnis?
Dass Marius ein heimliches Kind hat, bestätigt also ausserhalb des Gerichtssaals niemand. Auch während des Prozesses sprach bloss der eine Bekannte des Opfers davon.
Folglich gibt es mehrere Möglichkeiten: Marius, das Opfer oder der Zeuge log. Oder es kam zu einem Missverständnis.
Die Zeitung «VG» begründet in einem Artikel auch, weshalb sie die Frage nach dem möglichen Kind dennoch auffasste: «Marius gilt als Mitglied der erweiterten Königsfamilie. Falls es stimmen sollte, dass er ein Kind hat, berührt das auch die königliche Familie.»
















