Für «Star Wars»-Fans wird Mark Hamill wohl für immer Luke Skywalker bleiben, auch wenn der US-Schauspieler viele andere Rollen hatte und als Synchronsprecher gearbeitet hat. Jetzt wird Hamill 70.
US-Schauspieler Mark Hamill nimmt in der Royal Albert Hall bei der europäischen Premiere des Films «Star Wars - Die letzten Jedi» teil. Foto: Eddie Mulholland/Daily Telegraph/Pool/AP/dpa
US-Schauspieler Mark Hamill nimmt in der Royal Albert Hall bei der europäischen Premiere des Films «Star Wars - Die letzten Jedi» teil. Foto: Eddie Mulholland/Daily Telegraph/Pool/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Eigentlich hatte Mark Hamill sich von Luke Skywalker endgültig verabschiedet - und das schon zum zweiten Mal.

In den 70er und 80er Jahren war Hamill mit halblangen braunen Haaren und einem flirrenden Schwert in den Händen im «Star Wars»-Imperium berühmt geworden, ab 2015 kam er dann noch einmal als Jedi-Ritter Skywalker für eine Trilogie zurück.

«Der Aufstieg Skywalkers», der 2019 erschienene neunte Teil der Reihe, sei aber endgültig «das letzte Mal gewesen, dass ich jemals Luke spielen werde», teilte Hamill im vergangenen Jahr mit. «Ich hatte einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Diese Filme haben mir mehr gegeben, als ich je hätte erwarten können, als wir angefangen haben.» Schon sprach er davon, wie gerne er lese und mit seinen Hunden spiele - aber dann legte Hamill zur Überraschung aller Fans jüngst doch wieder einen Skywalker-Kurzauftritt in der «Star Wars»-Serie «The Mandalorian» hin.

War «mit der Rolle fertig»

«Das kam völlig unerwartet», sagte Hamill in der «Tonight Show» von US-Moderator Jimmy Fallon. «Ich war mit der Rolle fertig und ich hatte nie erwartet, sie wieder aufzunehmen.» Hamill war in seinen 20ern, als er zum Skywalker wurde - am Samstag (25. September) wird der Schauspieler 70 Jahre alt, aber die Rolle des Jedi-Ritters scheint ihn einfach nicht loszulassen. «Es ist wie vom Militär eingezogen zu werden. Du bekommst den Bescheid und hast keine Wahl», witzelte Hamill einmal auf die Frage, warum er bei der zweiten Trilogie zusagte. «Und ich liebe es.» 2018 wurde Hamill für seine Arbeit mit einem Stern auf Hollywoods Walk of Fame geehrt.

Noch grösserer «Star Wars»-Fan als er selbst sei aber sein ältester Sohn Nathan, sagte Hamill einmal der Deutschen Presse-Agentur. «Er weiss mehr darüber als ich. Ich schaue die Filme nicht mehr. Ich habe sie zuletzt im Kino gesehen, zu Hause gucke ich sie mir aber nicht an. (Nathan) jedoch liest die ganzen Insider-Infos zu «Star Wars», das Buch, er hat die ganzen Spiele gespielt - ich wende mich deswegen an ihn, wenn ich etwas wissen will. Ich habe mal einen «Star Wars»-Wissenstest gemacht und bin durchgefallen!»

«Star Wars» wie ein «gigantischer Spielplatz»

Geboren wurde Hamill 1951 als eines von sieben Geschwistern im kalifornischen Oakland. Der Vater war bei der US-Navy, die Familie zog oft um. In Los Angeles studierte Hamill Schauspiel, bekam rasch erste Rollen und schaffte dann mit «Star Wars» den Durchbruch. «Das hat so viel Spass gemacht», sagte Hamill einmal dem «Hollywood Reporter». «Es war wie ein gigantischer Spielplatz, wo sie uns Roboter, schwebende Autos und Laser-Schwerter gegeben haben - es war, wie ich früher in meinem Garten gespielt habe.»

Dass das Ganze ein Erfolg werden würde, davon sei er überzeugt gewesen. «Ich war einer der wenigen, die daran geglaubt haben. Aber auch ich hatte natürlich keine Ahnung, dass wir elektrische Zahnbürsten, Schlafsäcke und Süsswaren-Spender werden würden.»

Neben den «Star Wars»-Filmen bekam Hamill, der mit seiner Frau Marilou drei Kinder hat, allerdings nur noch kleinere Rollen und konzentrierte sich häufig auf seine Arbeit am Theater und als Synchronsprecher. Unter anderem vertonte er den Joker in der US-Zeichentrickserie «Batman». «Was ich am Synchronsprechen mag, ist, dass da mit den Ohren gecastet wird, nicht mit den Augen - deswegen kann man da auch Rollen übernehmen, die man vor der Kamera nicht bekommen würde.»

So sehr Luke Skywalker Mark Hamill auch den Durchbruch brachte - so sehr bleibt er für viele Menschen für immer mit der Rolle verbunden. «Die Leute sagen dann zu mir «Bist du nicht traurig, dass du immer nur für diese eine Sache in Erinnerung bleiben wirst?» Aber ich habe ja nie erwartet, überhaupt für irgendetwas in Erinnerung zu bleiben!»

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