«Elvis» von Baz Luhrmann erobert ab dem 23. Juni die Kinoleinwand. Weil der Film nicht alle Fakten abdeckt, kommen hier die spannendsten Dinge über den Musiker.
austin butler baz luhrmann
Austin Butler verkörpert Elvis Presley im Film von Baz Luhrmann. - © 2022 Warner Bros. Entertainment Inc.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem 23. Juni ist der King of Rock 'n' Roll im Film «Elvis» zu sehen.
  • Der Film deckt aber nicht alle Fakten von Presley ab, deshalb gibt es hier noch mehr.

Dank Baz Luhrmann (59) bekommt der King of Rock 'n' Roll endlich ein ihm gebührendes Filmdenkmal errichtet. Am 23. Juni startet der Film «Elvis» in den deutschen Kinos.

In über zweieinhalb Stunden wird Elvis Presley (1935-1977) darin von Schauspieler Austin Butler (30) verkörpert, was eindrucksvoll zeigt: Die Musiklegende wurde zwar nur 42 Jahre alt, sein kurzes Leben war jedoch vollgepackt mit denkwürdigen Momenten. Hier einige davon, die noch nicht jedem Hobby-Hüftschwinger bekannt sein könnten.

Der doppelte Elvis

Um ein Haar hätte die Welt in Bezug auf Elvis doppelt gesehen. Denn der Star hatte einen eineiigen Zwillingsbruder. Er wurde rund eine halbe Stunde vor dem späteren King of Rock 'n' Roll geboren. Doch für Jesse Garon Presley kam jede Hilfe zu spät, er wurde von Mutter Gladys Love tot zur Welt gebracht.

Baz Luhrmann
Austin Butler verkörpert den jungen Elvis Presley im Film von Baz Luhrmann. - ©2022 WarnerBros.EntertainmentInc.AllRightsReserved.

Unfreiwillig heimatgebunden?

Weltstars wie Elvis Presley wird rund um den Globus der rote Teppich ausgerollt. In der Tat rissen sich internationale Veranstalter darum, Elvis für Konzerte in ihr jeweiliges Land zu locken. Doch mit Ausnahme von gerade einmal drei Konzerten, die Elvis allesamt in Kanada gab, performte er nur auf US-Boden. Angeblich lag das aber nicht am Heimweh des Musikers, sondern an seinem Manager Colonel Tom Parker.

Der gebürtige Niederländer war als illegaler Einwanderer in die Vereinigten Staaten gekommen. Er fürchtete sich offenbar, nicht mehr zurückgelassen zu werden, sollte er das Land verlassen.

las vegas verboten
Der Musiker und Schauspieler Elvis Presley (undatiertes Archivfoto). - dpa

Frank Sinatra war kein Fan

Sucht man nach Bildern von Elvis in den 60er Jahren, wird er vielleicht nicht alleine auf dem Bild sein. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass ein freudestrahlender Frank Sinatra (1915-1998) neben ihm zu finden ist. In den Anfängen von Elvis' steiler Karriere, die im Jahrzehnt zuvor seinen Ursprung fand, wäre das noch undenkbar gewesen.

Auf den neumodischen Rock 'n' Roll und dessen Galionsfigur Presley angesprochen, hatte Sinatra berühmt-berüchtigt vom Leder gelassen: «Es ist die brutalste, hässlichste, degenerierteste und bösartigste Ausdrucksform, die ich mir je anhören musste. Es wird zumeist von schwachsinnigen Schlägern gesungen, gespielt und geschrieben.»

Frank Sinatra
Frank Sinatra sitzt an einem Klavier. - Keystone

Doch über die Jahre entwickelte sich ein gegenseitiger Respekt zwischen den beiden, den man durchaus auch als Freundschaft bezeichnen könnte. Als Elvis Mitte der 70er Jahre als Folge seines heftigen Drogenmissbrauchs in Krankenhaus eingewiesen wurde, habe Sinatra bei ihm angerufen.

«Ich habe ihm gesagt, dass er auf sich aufpassen und aufhören muss, Unfug zu machen. Er ist zu jung, um zu sterben und das habe ich ihm gesagt.» Rund zwei Jahre später, 1977, verstarb der King.

Berühmte Verwandtschaft

Als hätte der Nachname Presley nicht schon genug Strahlkraft, haben findige Ahnenforscher auch noch eine besondere Verwandtschaft zutage gefördert. Der Ururgrossvater des 16. Präsidenten der USA, Abraham Lincoln, ist auch mit Presley verwandt. Die beiden sind also sehr, wirklich sehr entfernte Cousins.

elvis presley
Elvis Presleys Familie bei der Filmpremiere von «Elvis». - Keystone

Elvis, der Impf-Influencer

Wie die Impfbereitschaft gegen das Coronavirus wohl gestiegen wäre, wenn dafür ein Star wie Elvis Presley geworben hätte? In der Tat hat der King schon 1956 beweisen, ein «Impfluencer» gewesen zu sein. Viele Bürgerinnen und Bürger der USA liessen sich damals nicht gegen Polio, also Kinderlähmung, impfen. So wurde Elvis mit ins Boot geholt.

Der Musiker liess sich zu einer Zeit und vor laufender Kamera den Piks geben. Dies, als nicht einmal ein Prozent der US-Teenager gegen Kinderlähmung geimpft waren. Nur rund ein halbes Jahr später waren es 80 Prozent.

Mehr zum Thema:

Frank Sinatra Schauspieler Coronavirus Heimweh Mutter Kino Musiker