Drohne bei Mekka abgefangen – Saudi-Arabien warnt Huthis
Saudi-Arabien hat nahe der heiligen Stadt Mekka eine Huthi-Drohne abgefangen. Der Zwischenfall verschärft die geopolitischen Spannungen in der Region.

Die saudi-arabische Luftabwehr hat im Süden von Mekka eine Drohne der jemenitischen Huthi-Miliz zerstört. Das unbemannte Flugobjekt wurde eliminiert, bevor es in den gesperrten Luftraum gelangen konnte, berichtet die «Tagesschau».
Bündnissprecher Turki al-Maliki bezeichnete den versuchten Angriff auf der Plattform X öffentlich als schändliche Tat. Zudem warnte die Regierung in Riad die jemenitische Miliz im gleichen Zug vor einer roten Linie.
Bereits am Vortag gaben die lokalen Behörden in der geschichtsträchtigen Pilgerstadt eine allgemeine Warnung heraus. Der zuständige Zivilschutz rief die Einwohner dazu auf, stets ruhig zu bleiben und Anweisungen zu befolgen.
Erster Angriff in Mekka seit Jahren
In der Pilgerstadt Mekka wurde das erste Mal seit Beginn der neuerlichen militärischen Eskalation Alarm ausgelöst. Laut den saudi-arabischen Militärangaben handelte es sich um die erste Attacke auf die Stadt seit 2017.
Der Huthi-Funktionär Hasem al-Assad wies die Anschuldigungen bezüglich einer Attacke auf das religiöse Zentrum zurück. Auf der Plattform X bezeichnete der Vertreter der Miliz die saudi-arabische Darstellung als eine abgedroschene Lüge.
Huthi-Sprecher Jahja Saree betonte, dass sich Angriffe ausschliesslich gegen weit entfernte Ölanlagen richten, meldet der «Deutschlandfunk». Zudem beanspruchte die Miliz den Abschuss eines saudi-arabischen Kampfflugzeugs vom Typ F-15 für sich.
Internationale Sorge vor Eskalation
Die Miliz warf Saudi-Arabien vor, innerhalb einer einzigen Woche hunderte Angriffe im Jemen ausgeführt zu haben. Seit der Verhängung einer Seeblockade greifen die Huthis regelmässig Ziele im benachbarten Königreich an.
Zusätzlich gerät Saudi-Arabien unter Beschuss durch pro-iranische schiitische Milizen aus dem nördlichen Nachbarland Irak. Die gespannte Lage schürt international die Sorge vor einem unkontrollierbaren Flächenbrand in der Region.

Aufgrund der steigenden Gefahrenlage rät die US-Regierung ihren eigenen Staatsbürgern von Reisen nach Saudi-Arabien ab, betont der «Spiegel». Die Behörden verweisen dabei auf das Risiko von drohenden Drohnenangriffen sowie bewaffneten Konflikten.















