Die brisantesten Behauptungen von Dianas Bruder in neuem Buch
Charles Spencer erhebt in einem neuen Buch schwere Vorwürfe gegen König Charles. Seine Aussagen lösten bereits im Vorfeld öffentliche Diskussionen aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Charles Spencer rechnet in seinem Buch «Swan Song» mit König Charles ab.
- Nach Prinzessin Dianas Tod soll er in einem Telefonat «euphorisch» geklungen haben.
- Ausserdem meinte der damalige Prinz, dass seine verstorbene Ex-Frau bald vergessen sei.
Mit seinem neuen Enthüllungsbuch «Swan Song: Diana, My Sister» erhebt Charles Spencer (64) schwere Vorwürfe gegen König Charles III. (78).
Bereits im Vorfeld sorgte das Werk über die verstorbene Prinzessin Diana (†1997) bei britischen Medien reichlich Schlagzeilen. Und brachte den Palast erneut in Erklärungsnot. Gestern Dienstag erschien es auf dem Markt.
Höchste Zeit also, um ein Auge auf die brisantesten Aussagen der 384-seitigen Abrechnungs-Publikation zu werfen.
König Charles fühlte sich wie ein «Lottogewinner»
Eine Szene, die für Gesprächsstoff sorgt, führt zurück ins Jahr 1997. Spencer berichtet von einem Anruf, den er nach Prinzessin Dianas Unfalltod in Paris am 31. August vom damaligen Prinzen Charles erhalten habe.

Während das ganze Königreich im Tränenmeer versank, kam der britische Monarch im Telefonat überraschend emotionslos daher. Spencer erinnert sich an seinen «seltsam sachlichen», beinahe «euphorischen» Tonfall – und vergleicht Charles’ Stimmungslage gar mit der eines «Lottogewinners».
Die offenbar fehlende Bestürzung des Prinzen liess Dianas Bruder aufhorchen. Möglicherweise habe sich Charles durch den Tod seiner Ex-Frau endlich frei gefühlt, eine andere Frau zu heiraten, die er bereits liebte, vermutet Spencer. Nämlich die heutige Königin Camilla.
«Wir werden Diana bald vergessen»
Auch eine weitere Szene am Hörer beschäftigt den 62-Jährigen bis heute. Nach dem tödlichen Autounfall wollte ein hochrangiger Berater von Queen Elizabeth (†2022) Dianas Söhne Prinz William (damals 15) und Prinz Harry (damals 12) beim Trauerzug mitlaufen lassen – hinter dem Sarg ihrer Mutter.

Dianas Bruder Charles wehrte sich laut eigener Darstellung dagegen – bis sich die Situation während eines Telefonats mit dem damaligen Prinzen Charles zuspitzte. Für die Ansichten seines Ex-Schwagers zeigte der heutige König kein Verständnis.
Das Gespräch gipfelte in einem Wutausbruch – und einer verbalen Attacke gegen die Mutter seiner beiden Söhne. Charles’ Worte an Dianas Bruder? «Sei versichert, wir werden sie noch früh genug vergessen.» Es ist und bleibt der wohl umstrittenste Satz des Buches.
Zu wenig Fürsorge für Prinz Harry?
Vergessen haben Prinzessin Diana bis heute wohl die wenigsten. Der 6. September, jener Tag ihres Trauerzugs zur Westminster Abbey, hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Charles Spencer berichtet hierbei von «Mangel an offensichtlicher Fürsorge» für Prinz Harry.
Bilder zeigen, wie der damals 12-Jährige zwischen Vater Charles und Dianas Bruder den bisher wohl schwersten Gang seines Lebens antrat. Der Junge habe «winzig, zierlich und verzweifelt» gewirkt, erinnert sich Spencer, der gemeinsam mit der Königsfamilie hinter Dianas Sarg herlief.

Spencer wollte zunächst verhindern, dass Harry einer solchen Belastung ausgesetzt wird. Knapp 30 Jahre später fällt er ein deutliches Fazit: «Zu klein, um so etwas durchzumachen.» In seinen Memoiren erklärte der Rotschopf später selbst, er habe sich beim Gang hinter dem Sarg seiner Mutter «betäubt» gefühlt.
Diana enthüllt wahren Scheidungsgrund
Durch ihre ausser-ehelichen Beziehungen verschärfte sich der öffentliche Druck auf Prinz Charles und Prinzessin Diana Ende der 1980er-Jahre massiv. Beide Seiten trugen ihren Ehekonflikt zunehmend auch über die Medien aus.
Bei einem Mittagessen mit ihrem Bruder soll Diana schliesslich erklärt haben, warum sie die Scheidung von Charles anstrebt. Der Grund, der Spencer in seinem Buch schildert, überrascht: Angeblich sei Charles in seinen Kammerdiener verliebt gewesen.

Wie sie von dem angeblichen Verhältnis erfahren hatte, behielt Lady Di allerdings für sich. Auch den Namen des Mitarbeiters nannte sie nicht. Später kursierten wiederholt Gerüchte über mögliche Beziehungen von Charles zu männlichen Mitarbeitern.
Im Zentrum dieser Spekulationen stand später sein langjähriger persönlicher Kammerdiener Michael Fawcett (63). Öffentlich belegte Hinweise darauf existieren jedoch keine. Entsprechende Berichte hatte der Palast stets strikt zurückgewiesen.












