Amira Aly Kreditkarten-Betrüger schlagen bei zu
Beinahe 9'500 Euro hätte Moderatorin Amira Aly an Kreditkarten-Betrüger verloren und warnt nun offen auf Instagram vor der perfiden Masche.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Eine täuschend echte Fake-SMS lockte Amira Aly in eine Telefon-Falle der Betrüger.
- Beinahe 9'500 Euro standen auf dem Spiel, der genaue Schaden ist noch unklar.
- Smishing-Angriffe nehmen zu und treffen selbst medienerfahrene Profis eiskalt.
Mitten in der Nacht erreicht Amira Aly (33) eine SMS. Sie scheint von ihrem Kreditkartenanbieter American Express zu kommen. Jemand habe versucht, 9'500 Euro (8700 Franken) an ein Kryptounternehmen zu überweisen.
Falls sie das nicht selbst gewesen sei, solle sie sofort die angegebene Nummer anrufen. Das Perfide an der Nachricht: Sie taucht im ganz normalen Chatverlauf mit der echten Banknummer auf. Daneben stehen alle bisherigen Zahlungen, die sie tatsächlich selbst freigegeben hatte.
Genau das gab Amira Aly ein Gefühl von Sicherheit. In ihrem Instagram-Reel sagt sie: «Der Chatverlauf war halt da, mit den ganzen Zahlungen, und ich hab trotzdem diese Nummer angerufen.«
Amira Aly: «Schäme mich, aber ich will euch warnen»
Am anderen Ende meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter. Mit technischen Fachbegriffen und Warnungen vor Hackern habe er sie komplett eingelullt. Spätestens da hätte sie stutzig werden müssen, gibt Amira Aly zu. Trotzdem vertraute sie ihm.
«Ich schäme mich, aber ich will euch warnen», schreibt die Moderatorin zu ihrem Reel. Viele würden sie als medienerfahren und «abgebrüht» wahrnehmen. Gerade deshalb sei das Eingeständnis nicht leicht gefallen.

«Das ist mir mega unangenehm», so Amira. Ob die Betrüger tatsächlich Geld abbuchen konnten, weiss sie zum Zeitpunkt ihres Posts noch nicht. «Ich habe alles geglaubt, was der gesagt hat.»
Neue Dimension von Kreditkarten-Betrug
Der Fall zeigt eine neue Stufe der Betrugsmasche. Statt klassischer Fake-Mails setzen Täter auf sogenannte Smishing-Angriffe. Dabei handelt es sich um gefälschte SMS, die täuschend echt aussehen.
Über technische Tricks wird die Absendererkennung manipuliert. So tauchen die Nachrichten direkt im bestehenden Chatverlauf der echten Bank auf. Das wiegt viele Kundinnen und Kunden zusätzlich in Sicherheit.

Hinzu kommt das sogenannte «Social Engineering» am Telefon. Die Täter geben sich als Bankmitarbeitende aus und erzeugen massiven Druck. Mit Sätzen wie «Ihr Konto ist gehackt» oder «Ihr Geld ist in Gefahr» drängen sie ihre Opfer zu schnellem Handeln. Oft lassen sie Überweisungen «testweise» freigeben oder fragen Zugangsdaten ab.












