ESC: Thunerin Veronica Fusaro singt am Donnerstag für die Schweiz
Die Proben für den grossen ESC-Auftritt hat Veronica Fusaro hinter sich gebracht. Doch zunächst verlief nicht alles wie geplant ...

Das Wichtigste in Kürze
- Veronica Fusaro tritt diese Woche für die Schweiz am ESC in Wien an.
- Die ersten Proben verliefen für die Thuner Musikerin nicht ganz reibungslos.
- Bei den Wettquoten liegt die 29-Jährige mit ihrem Song «Alice» in den hinteren Reihen.
Für Veronica Fusaro (29) wird es langsam aber sicher ernst. Nur noch drei Tage sind es bis zu ihrem grossen Auftritt am Eurovision Song Contest. Die Musikerin aus Thun BE tritt am Donnerstag im zweiten Halbfinale mit ihrem Song «Alice» für die Schweiz an.
Für die 29-Jährige ist es der wohl grösste Auftritt in ihrer bisherigen Karriere. Bühnenerfahrung konnte sie in den letzten Jahren dennoch bereits reichlich sammeln. Nach ihrer Teilnahme bei «The Voice of Switzerland» wurde Fusaro 2016 von Radio SRF 3 zum «Best Talent» gekürt.

Seitdem nahm ihre Gesangskarriere steil Fahrt auf – auch über die Landesgrenzen hinaus. Die Sängerin, bekannt für ihre Mischung aus Pop und Soul, spielte bereits Konzerte in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Grossbritannien. Auch in TV-Shows wie im «ZDF-Fernsehgarten» war Fusaro bereits zu Gast.
Probleme nach ersten Proben
Mit Österreich folgt nun der nächste Halt. Seit letzter Woche laufen die Proben in der Wiener Stadthalle, wo der ESC stattfindet, auf Hochtouren. Vorbereitungen, die bis ins letzte Detail ausgeklügelt werden und nicht immer ganz reibungslos verlaufen.
Denn der Eurovision Song Contest ist mittlerweile nicht mehr nur für starke Stimmen bekannt, sondern auch für auffällige Inszenierungen. Während der Proben gilt die Regel: Sobald der Artist die Bühne betritt, hat er 30 Minuten Zeit, um das Stück bis zu dreimal durchzuspielen.

Wie SRF berichtete, hatte Fusaros Team zunächst mit logistischen Herausforderungen zu kämpfen. Durch das Optimieren der Requisiten, bestehend aus netzartigen Wänden und blutroten Seilen, ging bereits ein Grossteil der Zeit verloren. Fusaro konnte ihren Song nur zweimal performen.
«Es ist etwas frustrierend, wenn Dinge nicht klappen, für die ich selbst nichts kann», meinte sie nach der ersten Probe. Für eine Optimierung der Abläufe sorgte anschliessend Creative Director Benke Rydman, der sich bereits 2024 für Nemos Bühnenbild verantwortlich zeigte.
Nach der zweiten Probe vergangenen Freitag zeigte sich Fusaro erleichtert. «Es ist einiges besser gelaufen als beim ersten Durchgang», sagte sie vor den Medien. Auch bei Kamera und Licht habe man nachgebessert, nun gehe es nur noch um Feinschliffe. «Aber im Grossen und Ganzen bin ich wirklich happy», so die Thunerin.

Fusaros Performance ihres Songs «Alice», der von Gewalt gegen Frauen handelt, beinhaltet unter anderem vier Tänzerinnen sowie rote Seile. Fusaro gerät während des Auftritts in die Fänge dieser Stricke, symbolisch für den Griff der Gewalt. Am Ende formt sie mit diesen den Namen Alice.
Fusaro liegt bei Wettquoten weit hinten
Bei der dreiminütigen Ballade handelt es sich um einen Song aus ihrem zweiten Album «Looking for Connection». Das Album wurde im Oktober 2025 veröffentlicht und erreichte in den Schweizer Albumcharts den zwölften Platz.
Ob Veronica Fusaro auch beim ESC-Publikum punkten kann, wird sich am Donnerstag in der zweiten Halbfinalshow zeigen.
In Fan-Umfragen liegt die Schweiz meist im Mittelfeld, die Wettquoten hingegen wagen eine düstere Prognose.
Laut Buchmachern liegt Fusaro aktuell auf Platz 26 von 37 teilnehmenden Nationen. Und dürfte den Einzug in die Finalshow damit knapp verpassen.








