Amazon verkauft Memoiren von toter Diddy-Ex nicht mehr

    Anna Mikulics
    Anna Mikulics

    USA,

    Die auf Amazon veröffentlichten Memoiren von Kim Porter, voller Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Partner Sean «Diddy» Combs, werden nicht mehr verkauft.

    Kim Porter P. Diddy
    Kim Porter war vor ihrem Tod mit Sean Combs alias P. Diddy zusammen. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Rufe werden immer lauter: Die Memoiren von Diddys Ex Kim Porter sollen gefälscht sein.
    • In dem Buch gibt es zahlreiche Missbrauchsvorwürfe gegen den Rapper.
    • Amazon nahm es wegen der Fake-Vorwürfe nun jedoch von der Verkaufsplattform.

    Das umstrittene Buch mit dem Titel «Kim's Lost Words: A journey for justice, from the other side …» erzählt die Geschichte der ehemaligen Partnerin von Sean «Diddy» Combs (54), der inzwischen verstorbenen Kim Porter (†47).

    Es soll voller Missbrauchsvorwürfe an den Rapper sein – und kann nun scheinbar deshalb nicht mehr auf Amazon gekauft werden.

    Der Verkauf des Bestsellers wurde eingestellt, nachdem die Online-Verkaufsplattform auf einen Rechtsstreit um das Werk aufmerksam gemacht wurde. Dies heisst es in einer Stellungnahme.

    Buch wirft Diddy Missbrauch und Gewalt vor

    Das Buch wurde von dem unabhängigen Verleger Chris Todd herausgebracht. Nach seinen Angaben wurde das Buch nach Informationen, die er von Quellen «sehr nahe an Kim und Sean Combs» erhalten hatte, verfasst.

    P. Diddy
    Kim Porter und Rapper Sean «Diddy» 2005 auf dem Roten Teppich in Los Angeles. - Keystone

    Geschrieben wurde das Buch unter dem Pseudonym Jamal T. Millwood. Das im September zum Bestseller avancierte Buch wirft P. Diddy Missbrauch und Gewaltanwendung gegen Porter vor. Diese starb im Jahr 2018 an einer Lungenentzündung.

    Zusammen hatte das Paar vier Kinder, die eindeutig sagen: Ihre Mutter hatte niemals ein solches Buch verfasst oder Texte in die Richtung aufgesetzt.

    Glaubst du, dass Sean «Diddy» Combs verurteilt wird?

    «Behauptungen, unsere Mutter hätte ein Buch geschrieben, sind schlichtweg unwahr. Sie hat es nicht getan. Und jeder, der behauptet, ein Manuskript zu besitzen, stellt es falsch dar», hielten sie in einer Erklärung fest.

    Dabei baten sie darum, das Andenken ihrer Mutter zu respektieren.

    Buch sei «gefälscht»

    Auch andere Narrative entsprächen nicht der Wahrheit, behauptet Sänger-Songwriter Al B. Sure! (56), der Ex-Mann von Porter. Im Buch würde behauptet, er hätte eine sexuelle Beziehung mit Combs geführt. Dies bestreitet der Musiker heftig.

    Er drohte, rechtliche Schritte gegen die Urheber einzuleiten und behauptete, die Memoiren seien «gefälscht».

    Nachdem Sean Combs im letzten Monat wegen Verdachts auf Zuhälterei, sexuell motivierter Gewalttaten und Mitwirkung an illegalen Prostitutionsaktivitäten verhaftet wurde, sitzt er derzeit in einer Haftanstalt in New York und wartet auf sein Verfahren. Gegen die gegen ihn erhobenen Vorwürfe plädiert er auf nicht schuldig.

    Kommentare

    User #3570 (nicht angemeldet)

    ..nicht hinter Gitter.. bitte etwas mehr!

    User #9334 (nicht angemeldet)

    Seit wann wird Literatur wegen "Fake" eingzogen? Denke eher, dass eine eilflussreiche Person nicht erfreut über diese Literatur ist.

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