«Wer wird Millionär?»: Günther Jauch schämt sich für Vorurteile

Gerrit Fredrich
Gerrit Fredrich

Deutschland,

Im Finale der 3-Millionen-Euro-Woche bei «Wer wird Millionär?» erlebt Moderator Günther Jauch eine überraschende Selbsterkenntnis.

«Wer wird Millionär?»
Günther Jauch moderiert die Quizshow «Wer wird Millionär?» und führt die Kandidaten routiniert durch schwierige Fragen bis zur Millionenstufe. (Archivbild) - keystone

Im Finale der 3-Millionen-Euro-Woche bei «Wer wird Millionär?» kommt es zu einem bemerkenswerten Moment. Günther Jauch gesteht öffentlich, Vorurteile gegenüber einer kopftuchtragenden Zuschauerin gehabt zu haben.

Die Sendung zeigt Kandidat Christopher Suhr, der seine 32'000 Euro aufs Spiel setzt. Jauch sichert ihm immerhin eine Garantiesumme von 5'000 Euro zu, wie «Web.de» berichtet.

Grundgesetz-Frage wird zum Wendepunkt

Bei der 50'000-Euro-Frage benötigt Suhr einen Zusatzjoker aus dem Publikum. Die Frage lautet: Was möchte jemand tun, der sich auf Artikel 4, Absatz 3 des Grundgesetzes beruft?

Schaust du «Wer wird Millionär?»?

Eine Volljuristin mit Kopftuch aus dem Publikum weiss die richtige Antwort. Es geht um die Kriegsdienstverweigerung, nicht um die Einbürgerung, berichtet «GMX».

«Wer wird Millionär?»: Jauch offenbart seine Gedanken

Im Anschluss macht der Moderator ein überraschendes Geständnis. Er habe aufgrund des Kopftuchs der Frau befürchtet, sie würde auf die Antwort «Deutscher werden» tippen.

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Günther Jauch zeigte sich einsichtig. (Symbolbild) - Keystone (Archivbild)

«Ich hatte Angst, als ich Ihr Kopftuch gesehen habe», sagt Jauch laut der «Schwäbischen Post». Die Juristin reagiert verständnisvoll: «Das sind leider die bestehenden Vorurteile.»

Reumütiges Bekenntnis vor Millionenpublikum

Jauch zeigt sich zutiefst reumütig und entschuldigt sich für seine vorschnelle Annahme. «Da bekenne ich mich dazu, und deswegen schäme ich mich auch», erklärt der Moderator.

Der Moment sorgt für Betroffenheit im Studio. Suhr kann sich letztlich über 55'000 Euro Gewinn freuen, berichtet «Web.de».

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