«Backrooms» zwischen Viral-Hype und harter Filmkritik
Backrooms entwickelt sich vom Internetphänomen zur Kinoproduktion und sorgt mit gegensätzlichen Kritiken für Diskussionen im Kinojahr.

Der Horrorfilm «Backrooms» entsteht aus einem Internetphänomen und erreicht nach dem Kinostart ein breites Publikum. Gleichzeitig bezeichnet die Filmkritik das Werk als stark umstritten und teilweise als filmischen Fehlschlag, schreibt die «Welt».
Das Konzept der Backrooms geht auf ein anonymes Bild auf der Plattform 4chan im Jahr 2019 zurück, berichtet die «Tagesschau». Aus dem Foto leerer Räume entsteht dort eine Creepypasta über endlose gelbe Flure und unheimliche Zwischenwelten.
In den folgenden Jahren verbreitet sich die Idee über Tiktok, Reddit und Youtube weltweit. Nutzer erweitern die Mythologie kontinuierlich und machen aus dem Ursprung ein kollaboratives Internetuniversum.
Vom Netz zur Kinoproduktion
Der Youtuber Kane Parsons entwickelt aus dieser Vorlage eine Webserie, die millionenfach geklickt wird, berichtet das «SRF». Später wird daraus ein Kinofilm, den ein grosses Studio mit internationaler Besetzung produziert.
Im Zentrum steht ein Möbelverkäufer, der in eine Parallelwelt voller identischer Räume gerät, beschreibt die «Welt». Seine Psychotherapeutin folgt ihm in ein Labyrinth aus Fluren, das zwischen Realität und Horror schwankt.
Die Hauptrollen übernehmen Chiwetel Ejiofor und Renate Reinsve in einem Ensemble internationaler Schauspieler. Der Film verbindet Alltagsrealität mit einer verzerrten Raumstruktur, die zunehmend bedrohlich wirkt.
«Backrooms»: Hype und Kritik
Laut dem «SRF» erzielt «Backrooms» trotz geringem Budget hohe Einspielergebnisse und erreicht ein breites Kinopublikum. Der Film wird damit zu einem der erfolgreichsten Beispiele für den Übergang von Internetformaten ins Kino.
Die Kritik fällt jedoch deutlich scharf aus und spricht von einem überladenen und inkonsistenten Werk, berichtet die «Welt». Teilweise wird der Film dort als Kandidat für den schlechtesten Film des Jahres eingeordnet.

Die visuelle Idee der Backrooms wird als Beispiel sogenannter «liminal spaces» beschrieben, heisst es bei der «Tagesschau». Diese Zwischenräume wirken vertraut und zugleich entfremdet und erzeugen gezielt Unbehagen beim Publikum.












