Jastina Doreen

Ex-Miss Jastina Doreen hatte Suizidgedanken

Aline Klötzli
Aline Klötzli

Dietikon,

Für Jastina Doreen Riederer waren die vergangenen Jahre nicht einfach. Die Ex-Miss-Schweiz kämpfte mit Panikattacken und Depressionen, offenbart sie.

Jastina Doreen
Jastina Doreen Riederer im Podcast von Jonathan Schächter alias Jontsch. - Youtube/Spaghetti mit Ketchup und Chäs

Das Wichtigste in Kürze

  • Jastina Doreen Riederer war die Miss Schweiz 2018.
  • Die heute 27-Jährige verbindet damit jedoch keine schöne Zeit.
  • «Ich kam nicht mehr aus dem Bett», erzählt Jastina Doreen.

Im Jahr 2018 wurde sie zur Miss Schweiz gekürt: Jastina Doreen Riederer.

Doch was nach einem Märchen klingt, entpuppte sich schnell als Albtraum. Denn die Krone brachte nicht nur Schönes mit sich. Ganz im Gegenteil: Die 27-Jährige blickt auf eine schwierige Zeit zurück.

Im Podcast «Spaghetti mit Ketchup und Chäs» von Jontsch (44) offenbart Riederer sogar: Sie kämpfte mit Suizidgedanken.

Jastina Doreen blickt auf Missen-Zeit zurück

Rückblick: Jastina Doreen Riederer wurde in ihrem Amtsjahr von der Missen-Organisation freigestellt. Der Vorwurf: Sie soll verschiedene Vertragsklauseln nicht eingehalten haben.

Jastina Doreen
Jastina Doreen Riederer im Jahr 2018, als sie zur Miss Schweiz gekrönt wurde. - keystone

Doch die Ex-Miss dementierte das stets – und bekam vor Gericht letztlich recht. «Es gab einen Prozess, meine Klage wurde gutgeheissen. Ich habe einen Teil von dem Geld, das mir zugestanden ist, zurückerhalten», erzählt sie jetzt.

Betreibungen und wöchentliche Anzeigen

Für sie sei das schon eine Genugtuung gewesen, endlich zeigen zu können: «Hey, ich habe nichts gemacht. Weil bis dorthin sind Jahre vergangen, nachdem ich so freigestellt wurde in der Öffentlichkeit», erklärt sie.

Jastina Doreen erinnert sich zurück: «Du musst überlegen, ich war damals 19 Jahre alt und ich habe Betreibungen in Höhe von mehreren Hunderttausend gehabt. Jeden Monat kam eine Betreibung.»

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Jastina Doreen Riederer spricht über ihre schwierige Vergangenheit. - Instagram/jastinadoreenofficial

Auch Anzeigen habe sie wöchentlich erhalten. «Das war ein enormer Druck. Was das psychisch mit mir gemacht hat, das kann man sich nicht vorstellen.»

«Ich hatte Panikattacken und Depressionen»

Ob sie all das wirklich verarbeitet habe, das kann Riederer nicht beantworten. «Dass sie verurteilt wurden, hat bestimmt ein Stück weit geholfen, damit abzuschliessen. Aber ich trage bis heute Spuren davon», gesteht sie.

«Ich hatte Panikattacken und Depressionen, kam nicht mehr aus dem Bett – bis hin zu Suizidgedanken», enthüllt die 27-Jährige und fügt hinzu: «Also dass ich heute da bin, ist ein Wunder.»

Der dauerhafte Stress habe ihr stark zugesetzt – schon während ihres Amtsjahres. Jastina Doreen berichtet von einem überreizten Nervensystem.

Nach der schwierigen und intensiven Zeit zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück. «Nach dem ganzen Trubel habe ich eine Pause gebraucht. Es war mir zu viel. Ich bin nicht mehr damit klargekommen, dass die Medien so auf mich reingehauen haben.»

Es habe gut getan, Kraft zu tanken und zu heilen.

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Jastina Doreen Riederer sagt ganz klar: Mit der Erfahrung von heute würde sie an der Miss-Schweiz-Wahl nicht mehr teilnehmen. «Aber man muss auch sagen; das, was ich erlebt habe, hat mich zu dieser Frau gemacht, die ich heute bin. Von dem her gesehen, bereue ich es eigentlich doch nicht.»

Ex-Miss-Schweiz ist verlobt

Nun blickt die im Tessin geborene Zürcherin nach vorn. Und da wartet schon ein ganz besonderes Ereignis auf sie: Seit sieben Jahren ist Riederer nämlich in einer glücklichen Beziehung – und jetzt sogar verlobt!

Jastina Doreen
Jastina Doreen verrät nicht, wer ihr Verlobter ist. - Instagram/jastinadoreenofficial

Wann die Hochzeit stattfindet, behält die Beauty für sich. Nur so viel verrät sie: «Irgendwann mal bald.»

Jastina Doreen Riederer war die letzte Schönheitskönigin der Schweiz. Nach ihr wurde der Wettbewerb eingestampft. Die Miss Schweiz Organisation AG meldete im November 2020 Konkurs an.

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Brauchst du Hilfe?

Bist du selbst depressiv oder hast du Suizidgedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Dargebotene Hand (www.143.ch).

Unter der kostenlosen Hotline 143 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe. Die Berater können Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen. Auch eine Kontaktaufnahme über einen Einzelchat oder anonyme Beratung via E-Mail ist möglich.

Hilfe für Suizidbetroffene: www.trauernetz.ch

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