Eine Testplanung unter Federführung des Amts für Städtebau entwirft Möglichkeiten für die stadträumliche Entwicklung rund um die Zürcher Sukkulenten-Sammlung.
Zürich Zwischennutzung Manegg-Hallen
Die Stadt Zürich. - Keystone

Mit der «Testplanung Gebiet Sukkulenten-Sammlung» entwickelt das Amt für Städtebau, im Auftrag von Grün Stadt Zürich, Immobilien Stadt Zürich sowie dem Tiefbauamt, ein städtebauliches Zukunftsbild für einen Teil des linken Zürichseeufers.

Im Planungsprozess sollen die verschiedenen Nutzerinnen- und Nutzergruppen, das Quartier wie auch die breite Bevölkerung mitwirken. Die so erarbeiteten städtebaulichen Varianten und die entsprechenden Erkenntnisse für das Gebiet sollen bis Ende 2022 in einem Masterplan konsolidiert werden.

Dieser bildet die Grundlage für mittel- und langfristige Umsetzungsschritte. Bis zum 28. Oktober 2021 lädt eine Online-Umfrage die Bevölkerung zur Partizipation ein: Ideen und Anregungen fliessen so bereits zum Start in die Planung ein.

Die Sammlung soll erhalten und weiterentwickelt werden

Kernstück der Testplanung ist die Sukkulenten-Sammlung Zürich: Sie beherbergt seit 1931 eine der weltweit grössten und bedeutendsten Spezialsammlungen an Kakteen und anderen sukkulenten Pflanzen – über 4400 verschiedene Arten aus 78 verschiedenen Pflanzenfamilien.

Die Bauten sind jedoch bereits seit längerem in einem baulich wie energetisch schlechten Zustand. Zur Sicherung und Weiterentwicklung des «lebenden Museums» ist eine Neuplanung nötig.

Das übergeordnete «Leitbild Seebecken» von Kanton und Stadt Zürich sieht auch im weiteren Projektperimeter Entwicklungspotenzial: Zwischen Strandbad Mythenquai und Hafen Enge sind heute grosse Flächen der Parkierung, dem Rudersport sowie dem Strassenverkehr vorbehalten.

Der Mythenquai entzweit Freiflächen und hinterlässt schlecht nutzbare Resträume. Die rund 250 Parkfelder im Gebiet sind sanierungsbedürftig.

Es sollen Grün- und Freiräume für die Zukunft entstehen

Ideen für eine stadträumliche Weiterentwicklung beinhalten Naherholungsräume mit Kulturangebot, Aufwertung der Gastronomie und die Neubeurteilung der Parkplatzsituation im Perimeter.

Seitens des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements wurde beschlossen, den für 2023 vorgesehenen Neubau des Mythenquais im Bereich Sukkulenten-Sammlung vorerst zu sistieren und die Verschiebung des Verkehrsknotens Alfred-Escher-Strasse-Mythenquai stadteinwärts überprüfen zu lassen.

Damit entsteht städtebaulicher Entwicklungsspielraum für die Erneuerung der Sukkulenten-Sammlung und für die Neugestaltung eines zusammenhängenden Erholungsraums.

Mit der breit abgestützten «Testplanung Gebiet Sukkulenten-Sammlung» wird nun sorgfältig ausgelotet, wie die Zukunft dieses Gebiets rund um die Sukkulenten-Sammlung aussehen könnte.

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