Gala

    Zürich: Sporthilfe-Gala bringt Rekordsumme für den Nachwuchs

    An der Gala «La Notte d'Oro» im ausverkauften Hallenstadion Zürich feierten 12'000 Fans; 1'164'050 Franken kamen für den Nachwuchs zusammen.

    Zürich
    Die Busstation Messe/Hallenstadion in Zürich Oerlikon (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Die Stiftung Schweizer Sporthilfe blickt auf ein herausragendes Sportjahr zurück. Am Freitag feierten am traditionsreichen Sporthilfe Super10Kampf im ausverkauften Hallenstadion 12'000 Fans unsere Sportstars. Am Samstag zelebrierten über 900 Gäste an der «La Notte d’Oro» den Schweizer Sport.

    Mit einem Rekordergebnis und Fördergeldern von über dreizehn Millionen Franken sichert sich die Stiftung Sporthilfe auch künftig die Unterstützung des Schweizer Nachwuchses.

    Schon die Eröffnung der Sporthilfe Gala stand ganz im Zeichen des «Viva Italia»-Mottos vom Vorabend: Tänzerinnen mit wehenden Schleifen und stilechte italienische Roller sorgten sofort für «Dolce Vita»-Stimmung. Die Hauptakteure waren jedoch die Stars der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026. 37 Medaillen- und Diplomgewinnerinnen und Diplomgewinner von Milano Cortina wurden an der «La Notte d’Oro» gewürdigt. In festlicher Abendgarderobe schritten sie über einen Laufsteg, mitten durch das Hallenstadion.

    Über 900 Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft honorierten ihre Leistungen mit minutenlangem Applaus.

    Dass solche Sternstunden des Schweizer Sports möglich werden, ist auch dem Engagement zahlreicher Partner zu verdanken. Das betonte Sporthilfe Co-Präsident Bernhard Heusler in seiner Eröffnungsrede: «Diese Erfolge und die Förderung dieser Athletinnen und Athleten wären ohne die wichtige Unterstützung durch Wirtschaft, Stiftungen, Lotterien sowie Spenderinnen und Spender nicht möglich. 150 Medaillen wurden dieses Jahr bereits an Grossanlässen gewonnen. Sie schenken uns diese Emotionen, und sie sollen bei uns im Zentrum stehen. Aber wir feiern nicht nur die Erfolge, sondern auch den Weg dorthin: den Trainingsfleiss, die Haltung, das Verhalten.»

    Wie wichtig diese Unterstützung ist, unterstrich Co-Präsident Urs Wietlisbach deutlich. Er wies auf den Unterschied zu Ländern hin, in denen der Staat Athletinnen und Athleten selbstverständlich finanziert. «Deshalb braucht es in der Schweiz unsere Stiftung. Mit einem Durchschnittseinkommen von 14’000 Franken pro Jahr ist ein Sportlerleben nicht möglich. Damit die Athletinnen und Athleten ihren Traum weiterleben können, fördern wir ihre Wege an die Spitze.»

    Wie solche Wege beginnen, zeigten 46 Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler aus 25 Sportarten. Mit viel Überzeugungskraft verkauften sie den Gästen Schoggimedaillen in Gold, Silber und Bronze und gewannen so auch persönliche Patenschaften.

    Der Einsatz zahlte sich aus: Mit 1’164’050 Franken kam an der Gala eine Rekordsumme für die Nachwuchsförderung zusammen. Sie dürfte sogar noch steigen. Der irische Sänger und Gitarrist Rea Garvey, der mit seinen Songs für das musikalische Highlight sorgte und der «La Notte d’Oro» zusätzlichen Glanz verlieh, kaufte spontan selbst einen Medaillensatz.

    Geschäftsführer Steve Schennach nahm die Rekordsumme für die Schweizer Sporthilfe entgegen. Anschliessend wurden die beiden Co-Präsidenten überrascht: Urs Wietlisbach und Bernhard Heusler bekamen für ihre bisherige, achtjährige Arbeit ein grosses Merci. Das herzliche Dankeschön überbrachte das Olympia-Beachvolleyball-Duo Nina Brunner und Tanja Hüberli.

    Wie erfolgreich das Schweizer Sportjahr war, zeigten auch die 15 anwesenden Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner von Europa- und Weltmeisterschaften des laufenden Jahres. Mit dabei war auch Samuel Giger, Sieger des Kilchberg-Schwingets. Für eine kurze Show-Demonstration nahm er im Bob von Michael Vogt und Mario Eberhard Platz, und liess sich in einer aerodynamischen Haltung durch die Halle stossen. Bob-Olympiasieger Beat Hefti kommentierte das Geschehen mit viel Charme zusammen mit dem Moderatoren-Duo Rainer Maria und Cloé Maria Salzgeber.

    Zwei Tage, ein Hallenstadion, ganz viel Emotionen

    Samuel Giger hatte das Publikum schon am Freitag begeistert. Am 46. Sporthilfe Super10Kampf, an dem die Fans im ausverkauften Hallenstadion über drei Stunden lang für Hochstimmung sorgten, wurde er zum dritten Mal zum Publikumsliebling gewählt. Den Sieg sicherte sich das Team von Beat Hefti mit den Gladiatorinnen und Gladiatoren Angelica Moser, Silvana Tirinzoni, Aron Fahrni und Nicolas Huber.

    «Die Teammischung hat es bei uns ausgemacht. Und natürlich half auch etwas Glück. Es war für uns eine grosse Ehre, vor diesem Publikum etwas für den Nachwuchssport zu leisten», sagte Hefti.

    Leidenschaft für den Schweizer Sport

    Hinter jeder Medaille stehen harte Arbeit, Verzicht und junge Athletinnen und Athleten, die von grossen Erfolgen träumen. Wie vielseitig und mitreissend Sport sein kann, zeigte das Programm des Sporthilfe-Wochenendes eindrücklich.

    Olympia-Silbermedaillengewinnerin Selina Gasparin ist überzeugt, dass die nächste Medaille an einem Biathlon-Grossanlass nicht lange auf sich warten lässt. Eine Single-Mixed-Darbietung von Nachwuchstalenten und Profis kommentierte sie an der Gala gleich selbst. Besonders stolz war die 42-jährige Biathletin aber auch als Mutter: Ihre elfjährige Tochter Leila trat überraschend auf die grosse Bühne und begeisterte mit ihren Kolleginnen das Publikum mit einer tollen Einlage in der Rhythmischen Gymnastik.

    Vom Wintersport ging es anschliessend zum Kunstturnen. Noe Seifert erklärte bei einer kurzen Live-Demonstration mit Nachwuchsathletinnen und Nachwuchsathleten die Disziplin Sprung. Im Stabhochsprung zeigte die zweifache Europameisterin Angelica Moser, worauf es bei Anlauf und Stabwahl ankommt. Fiona Heinzmann und David Brügger demonstrierten dazu zwei Sprünge.

    Vision Förderung – Vision Switzerland 2038

    So begeisternd der Blick zurück auf ein erfolgreiches Sportjahr war, so klar richtete sich der Blick auch in die Zukunft. Das Wochenende machte deutlich, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit die Schweiz weiterhin grosse Erfolge feiern kann. Swiss Olympic-Präsidentin Ruth Metzler-Arnold ist überzeugt, dass ein zwölf Jahre dauerndes Sportentwicklungsprogramm viel bewirken könnte.

    «Deshalb wollen wir Olympische und Paralympische Winterspiele in der Schweiz. Wir wissen, dass wir im Land viel auslösen können, denn wir haben schon jetzt eine breite und wichtige Unterstützung von Politik und Gesellschaft.»

    Franjo von Allmen kennt den Aufwand, den es braucht, um an die Spitze zu gelangen. Der dreifache Olympiasieger sagte in einer Videobotschaft aus dem Schnee, er habe eigentlich nie von Olympia-Medaillen geträumt, wisse aber, dass viele junge Athletinnen und Athleten dieses Ziel vor Augen hätten. «Und diese verdienen es, unterstützt zu werden.»

    Fakten zum Sporthilfe Super10Kampf

    Team Gelb gewinnt die 46. Austragung.

    Video

    Ausstrahlung: Samstag, 21. November 2026, Play SRF und Samstag, 28. November 2026, 20.10 Uhr, SRF1. Moderation: Sascha Ruefer und Jennifer Bosshard.

    Check über 9,65 Millionen Franken: Paolo Beltraminelli (Präsident der Stiftung Sportförderung Schweiz) und Benedikt Würth (Verwaltungsratspräsident von Swisslos) überreichten der Stiftung Schweizer Sporthilfe einen Check über 9’650’000 Franken. Die Fördergelder der Stiftung Sportförderung Schweiz stammen aus den Reingewinnen der beiden Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande.

    Erfreuliche Sponsoren-Neuigkeiten: McDonald’s Schweiz verlängert bis 2031

    Als Gold-Partner der Stiftung Schweizer Sporthilfe engagiert sich Mc
    Donald’s Schweiz seit 2015 für junge Sporttalente. Jedes der rund 190 Restaurants in der Schweiz und Liechtenstein fördert mindestens ein regionales Nachwuchstalent. «Gemeinsam mit unseren über 40 Lizenzpartnern, die den Grossteil der Restaurants eigenständig führen, haben wir über 2’000 Patenschaften übernommen», sagt Brad Mc
    Mullen, Managing Director Mc
    Donald’s Schweiz.

    Seit Programmstart hat das Unternehmen über CHF 5,2 Millionen investiert. Mit der Verlängerung der Partnerschaft bis 2031 setzt McDonald’s sein Engagement fort.

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