Mit der Nachverdichtung des Careum-Campus im Hochschulgebiet soll die hohe Nachfrage für Aus- und Weiterbildungen künftig besser bedient werden.
Zürich
Die Stadt Zürich. (Symbolbild) - Keystone

Mit der Nachverdichtung des Careum-Campus im Hochschulgebiet soll die hohe Nachfrage für Aus- und Weiterbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen künftig besser bedient werden können. Der öffentlich aufgelegte private Gestaltungsplan sieht neben der Aufstockung des Hauptgebäudes auch grünere Aussenräume sowie Massnahmen zum Lokalklima vor.

Mit den schweizweit stark zunehmenden Zahlen an Studierenden im Gesundheitswesen stösst auch die Stiftung Careum mit ihrem Campus im Hochschulgebiet an ihre räumlichen Grenzen.

Mit dem nun öffentlich aufgelegten privaten Gestaltungsplan werden die planerischen Voraussetzungen für die bauliche Erweiterung des Areals und damit ein grösseres Angebot an Aus- und Weiterbildung im Gesundheits- und Sozialwesen geschaffen.

Nachverdichtung mit zahlreichen Verbesserungen vor Ort

Mit der Nachverdichtung sollen die bestehenden Nutzungsreserven ausgeschöpft und so die hohe Nachfrage für Aus- und Weiterbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen künftig besser bedient werden können. In der vorangegangenen Machbarkeitsstudie hat sich dazu die vollflächige Aufstockung des Hauptgebäudes als beste Lösung gezeigt.

Da mit der Realisierung der Aufstockung um vier Geschosse auf insgesamt maximal 33.4 Meter Gebäudehöhe von der Grundordnung abgewichen wird, ist ein privater Gestaltungsplan notwendig. Mit der baulichen Erweiterung wird die Chance genutzt, den Platz vor dem Hauptgebäude aufzuwerten.

Zusammen mit dem zukünftig gegenüberliegenden Haupteingang der geplanten Neubauten des Universitätsspitals Zürich wird hier ein attraktiver öffentlicher Raum geschaffen.

Zudem werden im Gestaltungsplan die Vorgaben aus dem Weissbuch Hochschulgebiet Zürich Zentrum sowie die Massnahmen zur Hitzeminderung berücksichtigt und verankert.

Der schon heute gut gestaltete Aussenraum auf dem ganzen Careum-Areal wird weiter aufgewertet und zusätzlich begrünt, beispielsweise mit grossen Bäumen und bewachsenen Beschattungselementen. Diese erhöhen nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern leisten auch einen Beitrag zur Verbesserung des Lokalklimas.

Weiter ist geplant, den Einsatz erneuerbarer Energien mit Solaranlagen zusätzlich auszubauen. Insgesamt wird mit dem privaten Gestaltungsplan «Careum» die Grundlage für eine qualitätsvolle, nachhaltige und quartierverträgliche Weiterentwicklung des Areals geschaffen.

Weil die Gestaltungsplanvorschriften innerhalb der zulässigen Ausnützung und Nutzweise einer Arealüberbauung gemäss Grundordnung liegen, resultiert kein planungsbedingter Mehrwert.

Öffentliche Auflage gestartet

Der private Gestaltungsplan «Careum» wird vom 21. April bis am 22. Juni 2021 im Amtshaus IV öffentlich aufgelegt und ist zudem im Internet abrufbar. Während dieser Zeit kann sich die Bevölkerung zur Vorlage äussern. Aufgrund der erhaltenen Einwendungen wird das Planungsinstrument anschliessend überarbeitet und dem Stadt- sowie schliesslich dem Gemeinderat vorgelegt.

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