Stadt Zürich

Zürich: 295 Raser festgenommen – Polizei zieht Fünfjahresbilanz

Stadtpolizei Zürich
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Zürich,

Raserdelikte bleiben in Zürich ein ernstes Problem: Seit 2021 hat die Stadtpolizei 295 Personen ermittelt und festgenommen.

Führerausweis
Dank der aufwendigen Ermittlungsarbeit wurde seither 295 fehlbaren Personen der Führerausweis entzogen. - Stadtpolizei Zürich

Als Raser*in gilt laut Gesetz, wer die signalisierte Höchstgeschwindigkeit massiv überschreitet, an einem illegalen Rennen mit Motorfahrzeugen teilnimmt oder waghalsig überholt.

Ein Raserdelikt liegt zudem vor, wenn Lenker*innen vorsätzlich Verkehrsregeln missachten und dabei ein hohes Risiko eingehen, andere schwer zu verletzen oder zu töten. Im Jahr 2020 beschloss die Stadtpolizei Zürich, sich verstärkt auf dieses Thema zu spezialisieren.

2021 nahm innerhalb der Verkehrspolizei eine neu geschaffene Fachgruppe ihre Ermittlungen auf. Die Zwischenbilanz nach fünf Jahren: Bis Ende 2025 wurden 295 Personen wegen eines Raserdelikts festgenommen und an die Staatsanwaltschaft überwiesen. 142 davon rasten auf dem Gebiet der Stadt Zürich.

Raser
Gegen zahlreiche Raser wurde ermittelt. - Stadtpolizei Zürich

Dabei war der Schnellste mit 175 km/h bei erlaubten 50 km/h unterwegs. Der jüngste Beschuldigte war gerade einmal 14 Jahre alt, der älteste 62. Bei 153 Fällen ergaben die zum Teil aufwändigen Ermittlungen, zum Beispiel über Handyvideos, dass Delikte ausserhalb der Stadt begangen wurden.

Auch gegen Autoposer*innen engagiert

Die Stadtpolizei Zürich ermittelt seit Jahren auch aktiv in der Autoposer*innen-Szene. Sie führt gezielte Kontrollen durch, stellt abgeänderte Fahrzeuge sicher, sperrt vorübergehend Gebiete für den Autoverkehr ab und spricht Wegweisungen an die betroffenen Fahrzeuglenker*innen aus.

Von 2020 bis 2025 gab es über 400 koordinierte Kontrollen gegen die Autoposer*innen Szene. Über 2700 Personen wurden verzeigt, weil ihre Fahrzeuge illegal abgeändert wurden oder technische Mängel aufwiesen. Fast 700 Personen wurden an die zuständige Untersuchungsbehörde überwiesen, weil sie vermeidbaren Lärm erzeugten. Zudem wurden 380 Fahrzeuge sichergestellt und mehrere Hundert Personen weggewiesen.

Wichtige Präventionsarbeit

Die Stadtpolizei Zürich ist auch im Bereich der Prävention aktiv. Sie führt gezielt Aufklärungsveranstaltungen an Berufsschulen durch, um angehende Neulenker*innen zu sensibilisieren. Dabei wird aufgezeigt, wie schnell durch riskantes Fahrverhalten andere Menschen gefährdet werden können.

Führerausweise
Mehrere Führerausweise wurden entzogen. - Stadtpolizei Zürich

Zudem wird erklärt, dass bei einem Raserdelikt eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, ein mehrjähriger Führerausweisentzug sowie ein Eintrag im Strafregister die Folgen sind. Kommt es zusätzlich zu Sach- und/oder Personenschäden, fordern die Versicherungen in der Regel einen Teil der Kosten zurück, was auch eine jahrelange finanzielle Belastung bedeutet.

Seit mehreren Jahren läuft zudem eine Kampagne, die auf diese Problematik aufmerksam macht. Auch über die Social-Media-Kanäle der Stadtpolizei Zürich werden regelmässig Präventionsvideos verbreitet.

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Kommentare

User #9446 (nicht angemeldet)

Meiner Meinung nach kann man solche Raserdelikte kaum vermeiden bzw. verhindern. Das Problem liegt bei den jeweiligen Personen, die solche Raserdelikte begehen und auf die jeweiligen Tempolimits und Verkehrsregeln pfeifen. Es geht denen nur um den Kick, um den Augenblick und darum, jetzt und hier Spass zu haben. Was danach passiert, ist denen egal. Das Einzige, was in Zukunft solche Raserdelikte verhindern wird, ist die autonome Mobilität mit Fahrzeugen, die vom Menschen nicht mehr gesteuert werden können. Bis dahin müssen wir leider damit leben, dass solche Verkehrsteilnehmende weiterhin auf unseren Strassen unterwegs sein werden, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten wollen und weiterhin unschuldige Leute gefährden werden, egal wie hoch die Strafen auch sein mögen.

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