Wer keinen Zugang zur Sozialhilfe hat, also etwa Sans-Papiers, denen beim Gang aufs Sozialamt die Ausweisung droht, soll in der Stadt Zürich finanziell unterstützt werden. Der Stadtrat hat für das Pilotprojekt «Wirtschaftliche Basishilfe» einen Rahmenkredit in Höhe von 2 Millionen Franken beschlossen.
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Stadtrat Andreas Hauri, Gesundheits- und Umweltdepartement, wartet vor der Medienkonferenz über die weiteren Schritte zur Verbesserung der Lebenssituation von Sans-Papiers in Zürich, - Keystone

Die Unterstützung dient in erster Linie der Sicherung des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt und die Gesundheit, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Die finanzielle Hilfe soll mit einer professionellen Beratung gekoppelt werden und ist für diejenigen gedacht, die durch das Netz der Sozialhilfe fallen.

Offen steht die Basishilfe Personen, die mindestens fünf Jahre in der Schweiz leben, davon mindestens zwei Jahre in der Stadt Zürich. Sie orientiert sich in ihrer Höhe an der Asylfürsorge und liegt damit tiefer als die Sozialhilfe. Das Geld ist zur Überbrückung in Notsituationen gedacht und soll nicht länger als sechs Monate bezogen werden.

Die Auszahlung erfolgt über die Caritas Zürich, das Schweizerische Rote Kreuz, die Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich und Solidara Zürich. Mit den Organisationen schliesst das Sozialdepartement entsprechende Leistungsvereinbarungen.

Die 2 Millionen Franken sind für die Dauer vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2022 vorgesehen. Darin enthalten sind auch 50'000 Franken für die externe Evaluation des Projekts.

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