Im Zoo Zürich gibt es jetzt eine Biosammelstelle für Einweggeschirr.
Zoo Zürich
Der Eingangsbereich des Zoo Zürich. - Keystone

Damit aus dem biologisch abbaubaren Einweggeschirr der Zoo-Verpflegungsstände nach Gebrauch auch tatsächlich Biogas und Naturdünger wird, hat der Zoo Zürich eine Biosammelstelle konzipiert.

Der Zoo Zürich setzt an seinen Verpflegungsständen schon seit längerer Zeit nur noch biologisch abbaubares Einweggeschirr ein (sprich: Teller, Besteck, Becher, Röhrli, Servietten etc. aus Maisstärke, Zuckerrohr, natürlicher Milchsäure, Palmblättern, Zellulose oder Holz). Allerdings bestand bisher das Problem, dass der grössere Teil dieses Geschirrs aufgrund der Verunreinigung durch Fremdstoffe am Ende nicht wie gewünscht verwertet werden konnte, sondern als Kehricht entsorgt werden musste. Der Zoo hat deshalb ein Pilotprojekt gestartet mit eigens konzipierten Sammelstationen beim Ubele Kiosk in der Lewa Savanne und beim Säntisblick neben dem Restaurant Altes Klösterli.

Gas und Dünger aus Tellern und Besteck

In der Sammelstation können die Zoogäste neu nicht mehr nur PET, Bier-Mehrwegbecher und Abfall voneinander getrennt entsorgen, sondern das Einweggeschirr in eigene Bio-Sammelbehälter geben. Auch andere Bioabfälle wie etwa Speiseresten und Servietten können die Gäste dort entsorgen. Dies ermöglicht es, dass das Einweggeschirr danach auch wirklich dem biologischen Abbau zugeführt und zusammen mit den anderen Bioabfällen in Biogas und Naturdünger vergärt werden kann.

Mit der schon etwas länger betriebenen kleinen Sammelstation beim Säntisblick hat der Zoo bisher gute Erfahrungen gemacht. Nun will er mit der grossen Sammelstelle beim deutlich stärker frequentierten Ubele Kiosk (rund 1500 verkaufte Mahlzeiten an gut besuchten Tagen) weitere Erfahrungen sammeln und das Bio-Recycling danach weiter im Zoo ausbauen.

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