Stadt Zürich

Umgestaltung der Zürcher Rosengartenstrasse stockt

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die stark befahrene Rosengartenstrasse in der Stadt Zürich kann nicht auf die Schnelle verkehrsberuhigt werden.

Rosengarten Abstimmung
Die Rosengartenstrasse in Zürich. - Keystone

Eine schnelle Verkehrsberuhigung der stark frequentierten Rosengartenstrasse in Zürich ist nicht kurzfristig umsetzbar: Der Gemeinderat hat deshalb dem Stadtrat am Mittwochabend eine Fristverlängerung für die Behandlung einer dringlichen Motion gewährt – es war bereits die Zweite.

Dass der Stadtrat mehr Zeit benötigt, überraschte Gemeinderat Markus Knauss (Grüne) nicht: Mit der Motion hätten sie eine grosse Veränderung angeschoben, sagte Knaus.

Markus Knauss
Markus Knauss. - Keystone

Es gehe darum, «eine Hochleistungsstrasse so herunterzudimmen, dass sie quartierverträglich wird». Das brauche seine Zeit.

Die Motion von SP, Grünen, GLP, AL und EVP fordert vom Stadtrat eine Vorlage, um die Achse Bucheggstrasse-Rosengartenstrasse-Hardbrücke «deutlich vom Ziel-, Quell- sowie Binnenverkehr» zu entlasten.

Es sind unter anderem Optimierungen für den öffentlichen Verkehr und den Veloverkehr vorgesehen, zudem soll Tempo 30 eingeführt werden.

Dies mache eine Neubetrachtung der Rosengartenstrasse erforderlich, hielt der Stadtrat schon im September 2022 fest. Die Motion könne deshalb nicht fristgerecht erfüllt werden, woraufhin der Gemeinderat die Frist um zwölf Monate verlängerte.

Grossräumige Neubetrachtung

Viel geändert hat sich in der Zwischenzeit nicht: Es bedürfe einer umfassenden, grossräumigen Neubetrachtung, meinte Stadträtin Simone Brander (SP) am Mittwochabend.

Stadträtin Simone Brander
Stadträtin Simone Brander ist erfreut über die neuen Regelungen. (Archivbild) - keystone

Die Konzeptphase sei auf gutem Weg, doch werde es mehrere Jahre dauern, «eine Best-Variante für die Neugestaltung zu entwickeln». Es sei eine weitere Fristerstreckung um ein Jahr bis Ende Januar 2025 nötig.

Dagegen sprachen sich FDP und SVP aus. In zwölf Monaten liege doch nichts substanziell Neues vor, sagte Andreas Egli (FDP).

Der Stadtrat könne jetzt schon einen Bericht vorlegen, was er alles plane. Stephan Iten (SVP) kritisierte die Planungen grundsätzlich als «utopische Träumli» und «reine Schikane für Autofahrer». Er forderte den Abbruch der Übung und die Abschreibung der Motion.

Die Ratsmehrheit stellte sich jedoch mit 81 zu 33 Stimmen hinter die beantragte Fristerstreckung. «Wir sind gespannt, was der Stadtrat liefern wird», sagte etwa Benedikt Gerth (Mitte).

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