Linke fordern Umbenennung von Zürcher Strasse nach Gastarbeiter
Die die linken Parteien im Zürcher Gemeinderat fordern die Umbenennung einer Strasse nach einem getöteten Gastarbeiter. Die Brauerstrasse im Langstrassenquartier soll neu «Alfredo-Zardini-Strasse heissen.

Ein Anhänger der «Bewegung gegen die Überfremdung» hatte den italienischen Gastarbeiter am 20. März 1971 in einem Lokal an der Brauerstrasse zu Tode geprügelt, wie es im Postulat heisst, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. «Sein Tod war das Produkt einer rassistischen Politik, die gezielt Ängste schürte».
Das Mindeste, das die Politik heute tun könne, sei die Verantwortung anzuerkennen. Zardini und die anderen Gastarbeiter, die Zürich zu dem gemacht hätten, was es heute sei, sollen geehrt werden. Der Stadtrat soll prüfen, ob die Strasse umbenannt und eine Kontextualisierung angebracht werden kann.
De Bemühungen sind nicht neu. Im Gedenken an Zardini fanden schon mehrere Veranstaltungen statt. Auch am 2. Mai dieses Jahres wurde an einem Protestanlass vor dem Tatort an der Brauerstrasse 26 die Umbenennung gefordert. Die Erstunterzeichnenden des Vorstosses der SP und Grünen beziehen sich denn auch darauf und «erachten es als äusserst bewegend, dass diese Idee von der Bevölkerung getragen wurde».






