In der Stadt Zürich sollen oberirdische Parkplätze ersatzlos aufgehoben werden, zudem soll grundsätzlich Tempo 30 und mehr Raum für Velos eingeführt werden.
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Die Velo-Demo in Zürich. - Drone-Air-Media.ch

In der Stadt Zürich sollen oberirdische Parkplätze ersatzlos aufgehoben werden können, zudem soll grundsätzlich Tempo 30 eingeführt und mehr Raum für Velofahrende und Zufussgehende geschaffen werden: Die Stimmberechtigten haben den Verkehrsrichtplan gutgeheissen.

80'153 Zürcherinnen und Zürcher stimmten der Vorlage zu, 59'443 lehnten sie ab. Der Ja-Stimmenanteil lag damit bei 57,4 Prozent. Die Stimmbeteiligung betrug 61,9 Prozent.

Gegen den neuen Verkehrsrichtplan hatten sich SVP und FDP ausgesprochen. Die grossflächige Einführung von Tempo 30 verlangsame den öffentlichen Verkehr und verteuere ihn, da zusätzliche Fahrzeuge benötigt werden, kritisierten sie.

Zudem wehrten sich die beiden bürgerlichen Parteien gegen den Abbau von Parkplätzen und die Abschaffung des historischen Parkplatzkompromisses, mit dem in der Innenstadt aufgehobene oberirdische Abstellplätze in Tiefgaragen kompensiert werden mussten.

SP, Grüne, AL, GLP und EVP waren für die Neuausrichtung: «Der Richtplan Verkehr schlägt wichtige Pflöcke für die Umsetzung der Velorouten-Initiative und zur Priorisierung des Fussverkehrs ein», befand etwa die SP. Für die Grünen wird eine «Verkehrswende eingeleitet» und der Verkehr ökologischer.

Die SVP will die Niederlage nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Sie kündigte noch am Sonntag eine städtische Volksinitiative zum Thema Tempo 30 an. Diese soll in der Gemeindeordnung festschreiben, dass Tempo-30-Zonen auf Hauptstrassen künftig nicht mehr zulässig seien, wie die Partei mitteilte. Die Initiative soll am 4. Januar 2022 vorgestellt werden.

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