Schlangenragout im Koffer - Frau am Flughafen Zürich angehalten

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Sie wurde von Zollbeamten kontrolliert und das sogenannte Bushmeat kam ans Tageslicht.

    Meiringen
    Schweiz (Symbolbild) - SDA Regional

    Am Flughafen Zürich hat der Zoll eine Frau mit zerstückeltem Schlangen- und Schuppentierfleisch im Koffer angehalten. Das Fleisch wurde dem Grenztierarzt übergeben. Die Frau aus Kamerun muss mit einem Strafverfahren rechnen

    Die 26-Jährige wählte den grünen Durchgang, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Freitag mitteilte. Sie wurde von Zollbeamten kontrolliert und das sogenannte Bushmeat kam ans Tageslicht. Sie gab an, die rund 3,5 Kilo Fleisch seien für den persönlichen Verzehr bestimmt. Zum Glück, merkt die Zollverwaltung an. Die in der Schweiz lebende Frau arbeitet nämlich in einer Fastfood-Kette.

    Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) analysierte das Fleisch. Es stammt von einem Weissbauchschuppentier und einer Gabunviper. Wer Fleisch von wildlebenden Tieren in die Schweiz einführt, verstösst gegen Artenschutzbestimmungen und seuchenpolizeiliche Vorschriften.

    Der Verzehr von Buschfleisch und sogar der Kontakt mit ihm stellt eine ernste Gesundheitsgefährdung dar. Auf Menschen übertragbare Krankheiten oder Tierseuchen könnten so in die Schweiz eingeschleppt werden.

    Zudem stammen gemäss Zollverwaltung schätzungsweise 30 Prozent des Buschfleischs von geschützten Tierarten wie etwa Schuppentieren, Meerkatzen (Affen) oder Ducker (Antilopen). In Afrika werden jährlich fünf Millionen Tonnen Buschfleisch gehandelt. Damit stellt der Verzehr dieses Fleischs eine ernsthafte Bedrohung für bejagte Arten dar.

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