Der Kantonsrat genehmigte am Montag 30 Millionen Franken, um die denkmalgeschützten Zürcher Zeughäuser zu sanieren.
natalie rickli
Der Kantonsrat Zürich. (Symbolbild) - Keystone

Nach dem Scherbenhaufen vom vergangenen Jahr geht es mit den verlotterten Zeughäusern in der Stadt Zürich nun doch noch vorwärts: Der Kantonsrat genehmigte am Montag 30 Millionen Franken, um die denkmalgeschützten Gebäude zu sanieren.

Die Vorlage unterstand der Ausgabenbremse. Voraussetzung waren also 91 Stimmen. Diese wurden mit den erreichten 126 Stimmen dieses Mal aber problemlos erreicht.

Es handle sich um eine eigentliche «Copy-Paste»-Vorlage, wie SP-Kantonsrat Andrew Katumba sagte. Über die genau gleiche Vorlage musste der Kantonsrat bereits im vergangenen Jahr abstimmen - richtete dabei aber einen veritablen Scherbenhaufen an.

Die Zeughaus-Pläne scheiterten damals, weil es der damals noch bürgerlich dominierte Rat ablehnte, 30 Millionen Franken für die Sanierung der alten Gemäuer zu bewilligen. Damit kamen 40 Jahre ergebnislose Planung ein weiteres Mal zum Stillstand.

Weil mittlerweile eine rot-grüne Mehrheit im Kantonsrat politisiert und die FDP zustimmt, weil ihr ein Hub für Start-ups versprochen wurde, kam diese Vorlage nun im zweiten Anlauf doch noch durch.

Dagegen waren nach wie vor die SVP und die EDU. Sie forderten erfolglos Neuverhandlungen, etwa für einen Verkauf der alten Zeughäuser an Investoren oder an die Stadt Zürich.

Neben der Kostenbeteiligung von 30 Millionen für die Renovation der denkmalgeschützten Zeughäuser gibt der Kanton das Zeughausareal für 50 Jahre zu vergünstigten Konditionen im Baurecht an die Stadt ab. Der Kanton verzichtet dabei auf Einnahmen von 18 Millionen.

Im Gegenzug beteiligt sich die Stadt mit 25 Millionen an der Sanierung. Das Stadtparlament stimmte bereits zu.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kantonsrat Zürich hat 30 Millionen für die Sanierung der Zeughäuser genehmigt.
  • Vor einem Jahr lehnte der Kantonsrat die Vorlage noch ab.

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