Je grösser der Wohnort, desto zufriedener die Einwohnerinnen und Einwohner. Dies ergibt eine Befragung des Kantons Zürich. 94 Prozent der Befragten sind mit den Angeboten in ihrer Gemeinde sehr oder eher zufrieden.
Zürich
Die Stadt Zürich. (Symbolbild) - Keystone

Noch mehr, nämlich 97 Prozent der Befragten, gaben an, dass sie sich in ihrer Gemeinde sehr oder eher wohl fühlen, wie der Regierungsrat am Dienstag bekannt gab. Im Vergleich zur letzten Befragung vor vier Jahren hat dieser Wert sogar noch leicht zugenommen.

Der Kanton befragte die Einwohnerinnen und Einwohner unter anderem zu ihrem Sicherheitsgefühl, zu Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Lärmbelastung, Einrichtungen für das Alter, Freizeit- und Kulturangebot, Steuerbelastung, öffentlichem Verkehr und zur Naturnähe ihrer Gemeinde.

Auffallend ist, dass Einwohnerinnen und Einwohnern von grösseren Gemeinden oder Städten im Schnitt überdurchschnittlich zufrieden sind mit den Leistungen ihres Wohnortes. Spitzenreiter ist dabei die Stadt Zürich.

Je kleiner die Gemeinde, desto höher der Anteil der Unzufriedenen. Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) begründete dies vor den Medien damit, dass kleine Gemeinden in der Regel ein geringeres Angebot haben, nur schon was die Öffnungszeiten der Gemeinde betrifft. Da gebe es häufig auch keine Stellvertreter.

Auch was die Steuern betrifft, wollen sich die Zürcherinnen und Zürcher nicht übermässig beschweren. 50 Prozent finden die Steuerrechnung, die in ihr Haus flattert, «angemessen». Knapp 40 Prozent finden die Belastung «eher zu hoch».

Nur rund 10 Prozent finden, sie müssten viel zu viel Steuern bezahlen. Für etwa 2 Prozent der Befragten sind die Steuern sogar eher zu tief oder gar viel zu tief angesetzt. Sie würden also gerne mehr Steuern bezahlen.

Die Befragung wurde vor der Corona-Pandemie durchgeführt.

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