Stadt Zürich

«Ja zur Mobilität für alle»: Tempo-30-Irrsinn muss ein Ende finden

Der Stadtrat von Zürich beschliesst Beschwerde gegen die Mobilitätsinitiative. Das Komitee «Ja zur Mobilität für alle» setzt sich für eine rasche Umsetzung ein.

Radarkontrolle in der Stadt Zürich.
Radarkontrolle in der Stadt Zürich. - Nau.ch / Simone Imhof

Am 30. November 2025 sagte die Zürcher Stimmbevölkerung mit grosser Deutlichkeit Ja zur Mobilitätsinitiative. Über 56 Prozent der Zürcher stimmten der Initiative zu.

Anstatt diesen klaren Volksentscheid zu respektieren, zieht die Stadtregierung der Stadt Zürich den Entscheid nun vor Bundesgericht. Angeblich, weil die Gemeindeautonomie verletzt würde.

Das ist befremdlich und zeugt von einem fraglichen Demokratieverständnis.

Wer Kompetenzen delegieren darf, darf diese auch wieder entziehen

Besonders stossend dabei ist, dass der Zürcher Stadtrat behauptet, es hätte kein Anhörungsverfahren gegeben.

Das Gegenteil ist der Fall: Im Rahmen der Beratungen in der zuständigen Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt wurden neben Vertretern des Gemeindepräsidienverbands, der Blaulichtorganisationen, der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) und der Interessengemeinschaft des öffentlichen Verkehrs (IGöV) auch die beiden Städte Zürich und Winterthur angehört.

In der Vergangenheit hat der Kanton Zürich zwei ausgewählten Städten eine kantonale Kompetenz delegiert. Konkret wurde die Zuständigkeit für die Erstellung, den Ausbau und den Unterhalt der Strassen mit überkommunaler Bedeutung an die Städte Zürich und Winterthur übertragen.

Nun scheint es logisch: Wer Kompetenzen delegieren darf, darf diese auch wieder entziehen.

Mehr Übereinstimmung mit Bundesrecht geht nicht

Dies geschieht mit der Mobilitätsinitiative. Mit dieser soll auf Hauptstrassen generell Tempo 50 gelten – auch in den Städten Zürich und Winterthur.

Diese sollen künftig die gleichen Rechte und Pflichten wie alle anderen Gemeinden im Kanton Zürich haben und das Tempolimit auf Hauptstrassen nicht mehr in Eigenregie reduzieren dürfen.

Ebenso wenig stichhaltig ist das Argument, die Initiative widerspreche dem Bundesrecht.

Der neue Gesetzestext verweist ausdrücklich auf die «bundesrechtlich zulässige Höchstgeschwindigkeit» und damit auf die geltenden Vorgaben des Bundes. Mehr Übereinstimmung mit dem Bundesrecht geht nicht.

Tempo-30-Irrsinn muss ein Ende finden

Die Reaktion der Stadt Zürich zeigt: Der Stadt Zürich geht es nicht um die Verkehrssicherheit oder um den Lärmschutz. Es geht ihr einzig darum, den ideologischen Kulturkampf fortzusetzen und das Auto aus der Stadt zu verdrängen.

Das Komitee «Ja zur Mobilität für alle» bleibt dran und setzt sich dafür ein, dass die Mobilitätsinitiative rasch und korrekt umgesetzt wird.

Der von den Städten Zürich und Winterthur forcierte Tempo-30-Irrsinn muss ein Ende finden!

Kommentare

User #7616 (nicht angemeldet)

Die bürgerlichen Parteien (FDP, SVP, Mitte, EDU) haben sich als anti-städtische, patriarchale und antiföderale Parteien und damit als unschweizerisch empfohlen (politische Autonomie geht nur, wenn man damit macht, was auch genehm ist. Wehe man nutzt die einem zustehende Rechte tatsächlich, dann ist man "unvernünftig" und verdient diese nicht und verdient bestraft zu werden). Sie werden sich nicht wundern müssen, wenn sie 2026 Stimmenanteile in der Stadt Zürich verlieren werden. Als Alternative darf sich ev. die GLP freuen, welche die Nein Parole gefasst hatte... Ein von den Bürgerlichen entäuschter Stadtzürcher.

User #4703 (nicht angemeldet)

Wie oft, das Volk stimmt ab, der Regierung passt es nicht. Und irgendwie mit Hintertürchen, sonstigen Tricks wird gegen den Willen des Volks gehandelt. Oder es vergehen Jahre bis das abgestimmte endlich zum Einsatz kommt

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