Die Grünen Kanton Zürich fordern den Regierungsrat auf, Interessengebiete für Windanlagen im Richtplan festzuhalten, um das Energie-Potential auszuschöpfen.
Windanlagen
Solar- und Windanlagen als Quelle für Strom. - AFP

Zusammen mit den Fraktionen der Klimaallianz (SP, GLP, EVP, AL) beauftragen die Grünen den Zürcher Regierungsrat bevorzugte Gebiete für Windenergieanlagen im Richtplan, sogenannte Interessensgebiete, festzulegen. Damit würde zum einen die Planungssicherheit für Windanlagen verbessert werden, zum anderen die Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes berücksichtigt werden.

Die Grünen schreiben, dass Windenergie eine bedeutende Rolle bei der Wende hin zu einer CO2-freien und erneuerbaren Energieproduktion spielen würden. Gerade in den Wintermonaten, in denen weniger Solarstrom erzeugt werden kann, gäbe es in der Schweiz ein beträchtliches Windpotential: Zwei Drittel der Jahresproduktion von Windenergieanlagen würden ins Winterhalbjahr fallen.

Windpotential im Kanton Zürich vorhanden

Windenergie wäre daher eine optimale Ergänzung zu Photovoltaik und Wasserkraft. Laut den Grünen würde sie dazu beitragen, Lücken in der Stromproduktion zu schliessen und die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren.

Doch das Windpotenzial würde in der Schweiz und im Kanton Zürich noch viel zu wenig genutzt. Ein wesentlicher Grund dafür sei, dass die sehr langen und ungewissen Planungen für Windanlagen die Energieproduzenten von Investitionen in die inländische Windenergie abschrecken würden, so die Grünen

«Dabei können Windkraftanlagen auch im Kanton Zürich wirtschaftlich betrieben werden, wie die Windpotentialstudie von 2014 aufzeigt. Theoretisch ist im Kanton Zürich ein Windenergiepotential von 450 bis 1’750 Gigawattstunden vorhanden. Damit könnten bis zu 20 Prozent des Zürcher Energiebedarfs gedeckt werden», führen die Grünen aus.

Weg für Investoren soll erleichtert werden

Mit den Einträgen im kantonalen Richtplan möchten die Vorstossteller den Weg für Investoren bei der Planung und Projektierung von Windstromanlagen erleichtern. Zugleich sehen sie im Richtplan das richtige Instrument, um im Zusammenhang mit der Windenergie auch den Ansprüchen des Landschafts- und Naturschutzes (insbesondere des Vogel- und Fledermausschutzes) gerecht zu werden.

Der Regierungsrat ist dabei, potenzielle Windstandorte zu untersuchen. Mit dieser Motion solle ihm die Rahmenbedingungen dafür in Auftrag gegeben werden: Windenergieanlagen sollten dort gebaut werden, wo ein hohes Windpotential vorhanden sei und zugleich die Naturwerte möglichst wenig beeinträchtigt werden würden, fassen die Grünen zusammen.

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