Gesundheitspersonal demonstriert mit Menschenkette in Zürich

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Angestellte aus dem Gesundheitswesen haben am Donnerstagnachmittag in Zürich publikumswirksam für bessere Anstellungsbedingungen demonstriert. Rund 500 Personen bildeten beim Universitätspital eine Corona-konforme Menschenkette.

    Zürich
    Stressenschilder im Zentrum von Zürich. (Symbolbild) - Keystone

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besammelten sich um 16 Uhr vor dem Universitätsspital und stellten sich dann im Gänsemarsch auf zur Menschenkette in Richtung der knapp einen Kilometer entfernten Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. Dabei bemühten sie sich, untereinander einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einzuhalten. Zudem galt bei der Aktion die Maskenpflicht.

    Die Angestellten im Gesundheitswesen forderten mit ihrer Aktion bessere Arbeitsbedingungen, etwa eine familiengerechte Dienstplanung und Arbeitszeiten, die «nicht nur auf dem Papier» eingehalten würden. Zudem verlangten sie eine Überprüfung des Lohnsystems.

    «Verhindern Sie, dass das Schweizer Gesundheitssystem krank gespart wird: Sorgen Sie für eine ausreichende Finanzierung des Gesundheitswesens», sagte gemäss Redetext Marita Baumgartner vom Verband des Personals öffentlicher Dienste VPOD an die Adresse von «Politik und Management». Seit der Einführung der Fallpauschalen sei Gesundheit eine Ware. Als Folge werde beim Personal ständig gespart.

    «Wir, die Angestellten im Gesundheitswesen, sind der grösste Kostenfaktor im Budget, aber wir sind es auch, die das Gesundheitswesen am Laufen halten», betonte die Fachexpertin Pflege. Mittlerweile fehle es aber an Personal, an Zeit und an Geld, damit die Gesundheitsfachleute ihre Arbeit so ausführen könnten, wie sie es gelernt hätten, und wie sie es machen wollten.

    Mit ihrer Aktion wandte sich das Gesundheitspersonal auch an die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli. Sie riefen die SVP-Regierungsrätin auf, sich für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne einzusetzen und forderten sie auf zu einer «ehrlichen Zusammenarbeit mit dem Gesundheitspersonal und dessen Interessenvertretungen».

    Die Menschenkette wurde vom Verband des Personals öffentlicher Dienste VPOD organisiert und von der Gewerkschaft Syna unterstützt. Sie stand im Rahmen der «Aktionswoche für das Gesundheitspersonal», die am Samstag in Bern mit einer Kundgebung endet.

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