Ewz hebt Strom-Tarif für eine spezielle Kundengruppe an

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (Ewz) hat den Tarif für Ersatzenergie auf das Jahr 2022 eigentlich leicht senken wollen - jetzt wird er mehr als verdoppelt und dies bereits kurzfristig auf den 11. Dezember 2021. Die Marktpreise für die Beschaffung von Strom seien massiv angestiegen, begründet das Unternehmen.

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In Zürich beispielsweise rechnet die EWZ nicht damit, dass weniger Strom verbraucht wird. - EWZ

Die am Freitag angekündigte Tariferhöhung führt bei den Zürcher Haushalten zu keinen Mehrkosten: Betroffen sind nur einige wenige Kundinnen und Kunden im Ewz-Versorgungsgebiet der Stadt Zürich und in Teilen Graubündens - derzeit sind es weniger als fünf.

Denn Ersatzenergie beansprucht nur eine spezielle Gruppe; dies sind Kundinnen und Kunden, die jährlich mehr als 100'000 Kilowattstunden verbrauchen und die weder einen Energieliefervertrag abgeschlossen haben noch zu einem anderen Tarif beliefert werden.

Gemäss Ewz-Mitteilung kann dies etwa dann der Fall sein, wenn ein Energielieferant keinen neuen Vertrag mit einem Kunden abschliesst, weil dieser zuvor Rechnungen nicht beglichen hat: «Um dennoch die Versorgung sicherzustellen, ist Ewz als Verteilnetzbetreiber gesetzlich verpflichtet, eine Ersatzversorgung zur Verfügung zu stellen.»

Der Absatz dieser Ersatzenergie sei nicht planbar, hält das Unternehmen fest. Der benötigte Strom müsse kurzfristig am Spotmarkt eingekauft werden. Die Marktpreise seien massiv angestiegen; gemäss Ewz ausgelöst durch die international stark verteuerten Gaspreise, die den gesamten Energiemarkt beeinflussen.

Dies sei eine Entwicklung, «die im Sommer bei der Festsetzung des Tarifs ab 1. Januar 2022 nicht absehbar war». Und ein baldiges Sinken der Preise auf das frühere Niveau zeichne sich vorerst nicht ab, heisst es in der Mitteilung.

Deshalb werden der Nieder- und Hochtarif Ersatzenergie nun auf den Jahreswechsel nicht von 8,8 und 13,2 Rappen pro Kilowattstunde auf 7,7 und 12,1 Rappen sinken, sondern schon per 11. Dezember auf 21,85 und 28,25 Rappen erhöht. Der Zürcher Stadtrat hat die Erhöhung genehmigt.

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