Stadt Zürich

Zürcher Gemeinderäte wollen stehende Welle im Limmatkanal

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Gemeinderäte von SP und Mitte haben einen Vorstoss für eine stehende Welle im Limmatkanal unterhalb des Kraftwerks Letten in der Stadt Zürich eingereicht. Surfen und Kajakfahren seien längst nicht mehr nur Sportarten für weite Meeresküsten, betonen sie.

Eisbach Englischen Garten München
Ein Surfer surft die Welle am Eisbach im Englischen Garten in München. So soll es auch in der Limmat möglich sein, finden Zürcher Gemeinderäte. - keystone

Mit der kürzlich eingereichten Motion wollen die Gemeinderäte den Stadtrat auffordern, dem Parlament eine entsprechende kreditschaffende Weisung vorzulegen, um die stehende Welle als öffentlich zugängliches Sport- und Freizeitangebot zu realisieren.

In verschiedenen Städten hätten sich Surfen und Kajakfahren als zugängliche Freizeitangebote etabliert – wie beispielsweise beim berühmten Eisbach im Englischen Garten von München, begründen die Motionäre.

Stehende Wellen ermöglichten sportliche Aktivitäten im urbanen Raum und würden Bewegung, Erholung und Stadtraum auf innovative Weise verbinden.

Beim Laufwasserkraftwerk Letten fliesst das Limmatwasser durch die Turbine, produziert Strom und strömt danach durch das Flussbad Unterer Letten. Damit bestünden grundsätzlich «geeignete hydrologische Voraussetzungen» für die Erzeugung einer stehenden Welle, schreiben die Motionäre.

Heute fehle jedoch eine Konstruktion, die den Wasserfluss so lenke, dass sich eine stabile Welle bilden könne. Den Motionären ist bewusst: Die Umsetzung müsste mit dem laufenden Kraftwerksbetrieb und dem sensiblen und urbanen Flussraum vereinbar sein.

Die Ein- und Ausstiege sollen «einfach und funktional» gestaltet werden, um eine sichere Benutzung der stehenden Wellen zu gewährleisten. Der Schwimmbetrieb im Limmatkanal im Bereich des Flussbads Unterer Letten und Umgebung soll dabei nicht gestört werden.

Ob die Motion an den Stadtrat überwiesen wird, entscheidet der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen.

Kannst du Surfen?

Die Eisbachwelle im Englischen Garten in München, welche die Motionäre als Vorbild nennen, verschwand nach einer Putzaktion im vergangenen Herbst und baute sich seitdem nicht mehr stabil auf. Seit Februar ist Surfen auf der Eisbachwelle verboten, wie es auf der Internetseite der Stadt heisst.

Nun aber sprudelt sie laut Medienberichten seit Karfreitag wieder. Was zur Rückkehr der Welle führte, ist unklar. Allerdings waren in der Vergangenheit wiederholt illegale Einbauten ins Wasser gehängt worden, um die Welle wieder rollen zu lassen. Ob das auch in diesem Fall so ist, war zunächst offen.

Im April 2025 war zudem an dem bei Touristen und Wassersportlern beliebten Ort eine 33 Jahre alte Surferin ums Leben gekommen. Auch danach war die Welle in München vorübergehend gesperrt.

In der Schweiz gibt es beispielsweise in der Reuss bei Bremgarten AG eine Welle, die bei Surferinnen und Surfer sowie Kajakfahrerinnen und Kajakfahrer sehr beliebt ist.

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