Nach einer umfassenden Sanierung ist die mittelalterliche Burgruine Friesenberg auf dem Zürcher Uetliberg wieder offen. Die Stadt bittet Ausflügler, schonend mit den Mauerresten umzugehen, damit auch künftige Generationen darauf herumklettern können.
Friesenberg
Die Haltestelle Friesenberg der Uetlibergbahn aufgenommen in Zürich am Sonntag, 6. Juli 2014. (Symbolbild) - Keystone

Im Herbst 2019 bemerkte die Stadt, dass die Mauerreste nicht mehr stabil waren. Bei einer Schadensaufnahme wurden grossflächig ausgebrochene Mauersteine und beschädigte Zementabdeckungen festgestellt. Die Stadt sperrte den Ort aus Sicherheitsgründen ab.

Nun ist die Ruine fertig saniert, wie die Stadt am Montag mitteilte. Die Kosten dafür betrugen rund 527'000 Franken.

Gemäss Angaben der Stadt stammt das heute sichtbare Mauerwerk aber gar nicht aus dem Mittelalter, sondern von späteren Wiederaufbauten aus dem 20. Jahrhundert. Das Original-Mauerwerk ist im Kern der Ruine verborgen.

Der Torbogen ist zudem eine historisch unkorrekte Rekonstruktion. Die Burg Friesenberg wurde 1218 erstmals urkundlich erwähnt. Sie gehörte der Stadtzürcher Adelsfamilie Mülner, die sie im Jahr 1386 verkaufte. Im Jahr 1925 wurde sie ausgegraben.

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