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Zug: Kunstschaffen erleben – Läden und Lokale neu entdecken

Nau.ch Lokal
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Region Zug,

Wie die Gemeinde Zug mitteilt, lancierten die Abteilung Kultur und die Fachstelle Stadtentwicklung die Ausschreibung «Tandem Kulturraum Zuger Innenstadt».

Die Baarerstrasse in Zug.
Die Baarerstrasse in Zug. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Im «Tandem Kulturraum Zuger Innenstadt» wurde nach Teams aus lokalen Geschäften oder Gastro-Betrieben und Kulturschaffenden gesucht.

In diesem schweizweit erstmaligen Pilotprojekt wird den Kulturschaffenden vom 1. Juni bis 1. Juli 2023 Ladenfläche von ihrem Tandempartner als Atelier- oder Proberaum zur Verfügung gestellt.

Der schöpferische Prozess hinter einem Werk oder einer Darbietung wird so für Besucher zugänglich und erlebbar gemacht.

Die innovative Raumnutzung fördert die kulturelle Teilhabe, ermöglicht den Austausch zwischen Kulturschaffenden und ihrem Publikum und fördert das Verständnis für die regionale Kulturszene.

Zehn Tandems haben es weiter geschafft

Eine Jury wählte schliesslich die zehn Tandems, welche im Rahmen des Projekts finanziell unterstützt werden.

Finanziert haben das «Tandem Kulturraum Zuger Innenstadt» die Stadt Zug, der Kanton Zug, die Ernst Göhner Stiftung, die Beisheim Stiftung sowie die Landis & Gyr Stiftung.

Tandems mit breitem Spektrum

Luz Maria Molinari wird im Schaufenster von Soulgasoline in der Grabenstrasse eine interaktive Kunstplattform schaffen.

Das Publikum kann in der «Kunst-Hot-Line» direkt mit der Künstlerin und Designerin sprechen, selbst gestalterisch aktiv werden oder als «Kunst-Voyeur» die Entstehung der Werke und Produkte mitverfolgen.

Matthias Moos untersucht die Produktionsprozesse der Confiserie Speck in der Schaubäckerei in der Industriestrasse.

Der Medienkünstler sammelt und verfremdet digitales Material von Dingen wie dem Kristallisationsprozess von Zucker, von Rührprozessen für Schokolade oder er versucht wortwörtlich, dem Aufgehen von Teig zuzuhören.

Humor ist auch Kunst

Die drei Comedians Andaleeb Lilley, Raquel Forster und Caro Knaack zeigen in der Osteria im Hof in der Zeughausgasse ihren Stand-up-Comedy-Prozess – von der Themenfindung über das Schreiben und Ausarbeiten bis hin zur Vorführung.

Ronja Römmelt geht im Grand Café in der Bahnhofstrasse auf Recherche.

Sie untersucht mit Gästen, wie sich unsere Interaktionsmuster seit der Corona-Pandemie verändert haben. Wen und was berühren wir heute anders?

Das künstlerische Schaffen von Ronja Römmelt umfasst Videoarbeiten, partizipative Performances und Installationen.

Die Stadt als Kunstwerk

Andrew Moncur Brady und Daniel Gerhardt schaffen ein Stück Zug auf Leinwand und Textil im Les Deux Men in der Bahnhofstrasse.

Sie kombinieren Porträts mit Eindrücken der Stadt. Aus den Kompositionen entsteht dann eine Zuger Kleider-Kollektion.

Julian Wasem gibt einen Einblick in den Gestaltungsprozess mit Virtual Reality im Doodah in der Metallstrasse. Inspiriert von der Zuger Subkultur gestaltet und produziert er Vasen.

Die Vase hat sich den gesellschaftlichen Veränderungen stets angepasst und verwischt die Grenze zwischen Kunst und Design.

Die Materialien könnten kaum unterschiedlicher sein

Roma Inderbitzin lässt sich von der Vielfalt des Angebotes im Variantikum in der Baarerstrasse inspirieren und überträgt Formen und Texturen in Handarbeit in Porzellan, dem weissen Gold.

Dünnschichtig hochgebrannt, verglast Porzellan und wird durchschimmernd.

Während das Publikum miterlebt, wie die Goldschmiedin Anna Andrén an einem neuen Schmuckstück arbeitet, übernimmt der Musiker Beat Unternaehrer die entstehenden Arbeitsgeräusche und komponiert daraus Klanglandschaften im Atelier von Jewels by Anna Andrén in der Zeughausgasse.

Kunst zum Wiederverwenden

Der Holzbildhauer Daniel Züsli schnitzt, inspiriert vom Destilliervorgang bei Heiner’s Destillate in der Hofstrasse.

Seine Aufmerksamkeit liegt auf den kleinen, von einem Zedernstamm weggeschnittenen Teilen. Wie beim Destilliervorgang reduziert er den Stamm immer weiter.

Die entstehenden Holzspäne werden am Ende selbst nochmals zu Schnaps reduziert.

Engagement für mehr Achtsamkeit bei Konsum und Rezeption

Sira Trinkler zeichnet im Gnuss Buur in der Grabenstrasse.

Dort können Besucher mitverfolgen, wie mit viel Geduld und Präzision aus Bleistift und Kohle ein hyperrealistisches Werk, Strich für Strich entsteht.

Das Team macht sich für mehr Achtsamkeit bei Konsum und Rezeption stark.

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