Zug: FDP-Fraktion will betriebseigenen Wohnraum zeitgemäss regeln
Die FDP Kantonsratsfraktion fordert pragmatische Lösungen zur Stärkung des Gewerbes. Im Fokus: die Prüfung zeitgemässer Regelungen für betriebseigenen Wohnraum.

Die FDP.Die Liberalen des Kantons Zug haben im Kantonsrat ein Postulat eingereicht, mit dem sie eine Prüfung zeitgemässer Regelungen für betriebseigenen Wohnraum in Arbeitszonen verlangen.
Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des lokalen Gewerbes zu stärken und Standortnachteile für KMU zu vermeiden.
Fokus: Betrieblich gebundenen Wohnraum gezielt erleichtern
Steigende Anforderungen an Betriebe, ein angespannter Arbeitsmarkt und der zunehmende Fachkräftemangel stellen insbesondere das Gewerbe vor Herausforderungen.
Die FDP weist darauf hin, dass die Verfügbarkeit von Wohnraum in zumutbarer Nähe zum Arbeitsplatz zunehmend zu einem relevanten Standortfaktor wird. Dies beeinflusst die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitenden und kann sich rasch zu einem Wettbewerbsnachteil für Betriebe entwickeln.
Das geltende Recht erlaubt zwar betriebseigenen Wohnraum in Arbeitszonen, wird in der Praxis jedoch sehr restriktiv ausgelegt.
Die FDP will deshalb prüfen lassen, ob klar definierter, betrieblich gebundener Wohnraum unter Wahrung der raumplanerischen Grundsätze gezielt erleichtert werden kann. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Umnutzung von Arbeitszonen zu Wohnzonen, sondern um funktionale Lösungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung.
Lösungen aufzeigen, die Gewerbestandort Zug langfristig stärken
Ein zusätzlicher Vorteil liegt laut FDP in der Konfliktminimierung. Mitarbeitende, die direkt im Gewerbegebiet wohnen, sind mit den betrieblichen Abläufen vertraut, was zu weniger Nutzungskonflikten etwa bei Lärm oder Betriebszeiten führen kann.
Mit dem Postulat lädt die FDP den Regierungsrat ein, pragmatische und wirtschaftsfreundliche Lösungsansätze aufzuzeigen, die den Gewerbestandort Zug langfristig stärken, ohne neue Regulierungen oder Fehlanreize zu schaffen.










