Rechnung 2025: Der Ertragsüberschuss fällt deutlich höher aus

Nau.ch Lokal
Nau.ch Lokal

Region Zug,

Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Baar schliesst mit einem grossen Plus von 55,5 Millionen Franken ab – über 30 Millionen Franken mehr als budgetiert.

Schweizer Franken Banknoten
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Baar schliesst mit einem erfreulich hohen Ertragsùberschuss. (Symbolbild) - Depositphotos

Wie die Gemeinde Baar mitteilt, schliesst ihre Jahresrechnung 2025 mit einem grossen Plus von 55,5 Millionen Franken ab – über 30 Millionen Franken mehr als budgetiert.

Höhere Steuereinnahmen und Wertbereinigungen bei Grundstücken haben zum Ergebnis beigetragen.

Budgetierter Ertragsüberschuss mehr als verdoppelt

Es hatte sich bereits im Herbst 2025 abgezeichnet, dass die Gemeinde Baar ein weiteres Rechnungsjahr mit einem grossen Plus abschliessen wird. Nun liegen die Zahlen definitiv vor: Statt eines Ertragsüberschusses von 25,1 Millionen Franken, wie er den Stimmbürgern an der Budgetgemeindeversammlung vom Dezember 2024 prognostiziert worden war, schreibt Baar im Jahr 2025 ein Plus von 55,5 Millionen Franken.

Dazu beigetragen haben insbesondere höhere Steuereinnahmen. Der Fiskalertrag übertraf die Erwartungen um 23,4 Millionen Franken. Die juristischen Personen steuerten 12,1 Millionen Franken mehr bei als budgetiert, die natürlichen Personen rund 4,8 Millionen Franken. Hinzu kamen höhere Erbschafts- und Schenkungs- sowie höhere Grundstückgewinnsteuern.

«Steuererträge entstehen ausserhalb des direkten Handlungsspielraums der Gemeinde. Entsprechend sind Prognosen immer mit Unsicherheiten verbunden», erklärt Finanzvorstand Mark Gustafson. «Die Baarer Unternehmen haben einmal mehr bewiesen, dass sie auch in politisch und wirtschaftlich unruhigen Zeiten erfolgreich arbeiten.»

Zum positiven Resultat haben zudem Wertbereinigungen bei einigen Liegenschaften beigetragen. Diese Wertveränderungen werden erfolgswirksam verbucht.

Prognose: In Aufwandplanung sehr nah am Budget

Während die Gemeinde auf der Ertragsseite mit Einnahmen von 202,1 Millionen Franken statt der budgetierten 173,5 Millionen Franken die Prognose deutlich verfehlte, lag sie auf der Aufwandseite mit 146,6 Millionen Franken sehr nah am Budget, das von Ausgaben in der Höhe von 148,4 Millionen Franken ausging.

Beim Sachaufwand gelang der Gemeinde beinahe eine Punktlandung, die Personalkosten wurden um 1,2 Millionen Franken untertroffen.

Auch die Abschreibungen fielen tiefer aus als budgetiert, da einerseits weniger investiert worden ist als vorgesehen und da andererseits aus dem Ertragsüberschuss aus dem Vorjahr Abschreibungen vorgenommen worden sind.

«Es ist sehr erfreulich, dass wir unseren Aufwand im Griff haben und trotz der positiven Ergebnisse der letzten Jahre nicht übermütig werden», betont Mark Gustafson. «Die gute Finanzlage der Gemeinde erlaubt es uns jedoch, weiterhin zielgerichtet in unsere Infrastruktur zu investieren.»

Gemeinde plant einen Steuerrabatt

So soll auch ein Teil des Ertragsüberschusses in die Vorfinanzierung von geplanten Projekten fliessen.

Für die Umgebungsgestaltung Sternmatt 2 sollen 5 Millionen Franken zur Seite gestellt werden, für die Sanierung der Waldmannhalle 4 Millionen Franken. Mit 9 Millionen Franken soll die Spezialfinanzierung Entwässerung geäufnet werden, 8 Millionen Franken sollen für zusätzliche Abschreibungen genutzt werden.

Die Bevölkerung soll mit einer Rückstellung für die Finanzierung eines Rabatts von 3 Prozent auf dem Steuerfuss 2027 vom Überschuss profitieren. Dafür sind 4,1 Millionen Franken vorgesehen. Weitere 400'000 Franken sollen für die Unterstützung von Hilfsprojekten im In- und Ausland verwendet werden.

Über die Verbuchung des Ertragsüberschusses werden die Baarer Stimmberechtigten an der Rechnungsgemeindeversammlung vom Mittwoch, 10. Juni (19.30 Uhr, Gemeindesaal Baar) befinden.

Wachsendes Vermögen mit Blick auf Investitionen erfreulich

Die finanzielle Lage der Gemeinde Baar ist – das zeigen die verschiedenen Kennzahlen – erfreulich.

Das Nettovermögen pro Einwohner beläuft sich auf 7167 Franken, so viel wie seit 2020 nicht mehr. Der Fiskalertrag pro Kopf hat mit 5959 Franken einen neuen Höchststand erreicht.

Dass das Vermögen anwächst, ist insbesondere auch angesichts der Investitionen von netto 37,7 Millionen Franken erfreulich.

Die bereits realisierten Projekte wie die Dreifachsporthalle Sternmatt 2 oder die Neubauten auf den Schulanlagen Sternmatt 1 und Wiesental konnten aus der laufenden Rechnung finanziert werden, ohne dass die Gemeinde sich verschulden musste.

Die Investitionen bleiben auf hohem Niveau

Die Investitionen bleiben auch in den nächsten Jahren auf einem hohen Niveau.

In Planung sind Grossprojekte wie die Neugestaltung des Bahnhofs mit Bushof, die Arealplanung Bahnmatt, die Weiterentwicklung der Sportallmend Lättich, die Sanierung des Schwimmbads Lättich und der Waldmannhalle sowie Aus- und Umbauten der Schulanlagen Allenwinden und Inwil.

Investieren will die Gemeinde auch in Projekte für den preisgünstigen Wohnungsbau. Zudem rechnet Finanzvorstand Mark Gustafson aufgrund der demographischen Entwicklung mit weiterhin steigenden Kosten im Alters- und Pflegebereich.

«Die Überschüsse von heute helfen uns bei den Herausforderungen von morgen», so Gustafson. «Dank des finanziellen Polsters dürfen wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken.»

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Zivadiliring
14 Interaktionen
Mitten in Tour
iraner waffenruhe
169 Interaktionen
Laut Experte

MEHR AUS ZUG

Zürich Sex-Hauptstadt
2 Interaktionen
Baar ZG
Thomas Rubin Neuheim
1 Interaktionen
Neuheim