Am 20. Oktober 2021 wurde das Gewinnerprojekt des Prix d’excellence santeneXt gekürt. Gewinner ist der Gesundheitspunkt Oberägeri.
Dr. Emil Schalch Gesundheitspunkt Oberägeri Zug
Von links nach rechts: Dr. med. Emil Schalch, Andrea Barmet, Urs Vögeli (Laudator), Fabian Schalch. - Rabea Hüppi

Wie die Gemeinde Oberägeri mitteilt, ist die Idee des Prix d’excellence santeneXt, Projekte mit Modellcharakter sichtbar zu machen. Der Preis zeichnet jährlich Projekte aus, die das Schweizer Gesundheitssystem verbessern.

Das sind Projekte, die ein gutes Behandlungsergebnis und hohe Patientenzufriedenheit bei möglichst geringen Kosten erzielen.

Am 20. Oktober 2021 kürte santeneXt im Rahmen der HealthCom 2021 das diesjährige Gewinnerprojekt des Prix d’excellence santeneXt: Der Gesundheitspunkt Oberägeri.

Das Projekt zeigt, wie hoher Nutzen für Patientinnen und Patienten durch bestmögliche Versorgungsqualität erreicht werden kann: Die Initianten des Projekts setzen auf eine koordinierte, integrierte, hausärztlich geleitete Grundversorgung.

Die Patienten arbeiten mit den Fachpersonen zusammen

Im Gesundheitspunkt arbeiten die Patienten im Team mit den Fachpersonen zusammen; mit den Hausärztinnen und Hausärzten, Pflegefachleuten, Sozialarbeitenden sowie Psychologinnen und Psychologen.

«Unsere Patientinnen und Patienten sind Leader ihres Teams und lassen sich auf ihrem Weg beraten, für sich selbst Sorge zu tragen», sagt Dr. med Emil Schalch, Initiator und Leiter des Projektes.

Alle beim Gesundheitspunkt registrierten Personen haben Anspruch auf eine korrekte medizinische, psychologische und soziale Versorgung. Darum setzt der Gesundheitspunkt auf eine eigens entwickelte elektronische Krankengeschichte.

In dieser werden seit 20 Jahren die Rechnungs-, Medikamenten-, Labor-, Diagnose-, Korrespondenz- und weitere Daten aller Patientinnen und Patienten erfasst.

Die Aufbereitung dieser Daten ermöglicht es dem gesamten Praxisteam, die Patientenpopulation nach Risikomustern zu analysieren und kosteneffizient Präventionsprogramme durchzuführen.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet

Um die bestmögliche Versorgungsqualität für die betreuten Menschen zu gewährleisten, setzt das Team des Gesundheitspunkts auf medizinische Richtlinien.

Es koordinieren alle gesundheitlichen Dienstleistungen zwischen Primär-, Fachversorgung und Spital sowie mit den im Gesundheitswesen tätigen Freiwilligenorganisationen und anderen Ressourcen der Gemeinde.

Um aus den eigenen Erfahrungen zu lernen, lassen die Initianten das Projekt wissenschaftlich begleiten. Als Pionierprojekt trifft der Gesundheitspunkt den Nerv der Zeit: Er orientiert sich an einem modernen Verständnis hausärztlicher Grundversorgung.

Die enge Verknüpfung verschiedener Akteure und die elektronische Dokumentation konnten überzeugen

Mit dieser Idee setzte sich das Projekt unter 24 Eingaben für den Prix d’excellence santeneXt durch.

Die enge Verknüpfung verschiedener Gesundheitsakteure sowie die konsequente, auswertbare elektronische Dokumentation hat die Jury überzeugt: «Der Gesundheitspunkt ist professionell aufgebaut, und geht als Pionier mit einem innovativen Versorgungsmodell voran, das auch in anderen Regionen der Schweiz zum Einsatz kommen könnte. Und solche neuen Modelle sind in der Schweiz dringend nötig», meint Urs Vögeli, Mitglied der Jury und des santeneXt-Patronatskomitees, in seiner Laudatio.

Der Gesundheitspunkt hat einen Modellcharakter

Dass der Gesundheitspunkt Modellcharakter hat, weiss auch Emil Schalch: «Es ist darum wichtig, dass unsere Erfahrungen – positive wie negative – gut dokumentiert sind. Damit können alle von uns lernen, die genauso abenteuerlustig sind wie wir».

Als weitere Finalisten 2021 zeichnete santeneXt die beiden Projekte «reha@home» und «Sozialberatung in der Arztpraxis» von Caritas beider Basel und der Berner Fachhochschule aus. Der Prix d’excellence santeneXt wird finanziell unterstützt durch Abbvie, Bristol-Myers Squibb, Novartis und Roche.

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