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    Amphibienwanderung: Strasse nachts gesperrt

    Gemeinde Cham
    Gemeinde Cham

    Region Zug,

    Zum Schutz wandernder Amphibien sperrt die Gemeinde Cham die Biberseestrasse nachts für Motorfahrzeuge voraussichtlich bis Mitte April 2026.

    Unter den Amphibien seien die Salamander die am stärksten bedrohte Gruppe.
    Unter den Amphibien seien die Salamander die am stärksten bedrohte Gruppe. - Daniel Karmann/dpa

    Wie die Gemeinde Cham mitteilt, ist es eine gefährliche Wanderung, auf welche sich die im Oberwilerwald ansässigen, geschützten Amphibien jedes Jahr gegen Ende Februar begeben.

    Beim Überqueren der Biberseestrasse werden immer wieder Amphibien von Fahrzeugen überrollt, obwohl das Befahren der Strasse nur für Zubringerdienste und den landwirtschaftlichen Verkehr gestattet ist.

    In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Cham bereits verschiedene Massnahmen zum Schutz der Tiere umgesetzt, die sich bewährt und zu einem Rückgang der Anzahl überfahrener Tiere geführt haben.

    Temporäre Einschränkungen bis April

    Wie bereits in den Vorjahren wird die Biberseestrasse während der Amphibienwanderung von 18 Uhr bis 7 Uhr für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Die nächtliche Sperrung tritt ab sofort in Kraft und erfolgt witterungsabhängig, ausgelöst durch Regen und Temperaturen ab fünf Grad. Sie dauert voraussichtlich bis Mitte April 2026.

    Eine Umleitung via Hasental ist signalisiert. Tagsüber ist die Strasse für berechtigte Zubringer sowie den landwirtschaftlichen Verkehr normal befahrbar.

    «Uns ist bewusst, dass diese Massnahme insbesondere für die Landwirtschaft mit Einschränkungen verbunden ist. In der Vergangenheit hat die Umsetzung stets sehr gut funktioniert. Im Namen der Einwohnergemeinde Cham danke ich allen Betroffenen herzlich für ihr Verständnis und ihre Unterstützung», betont Gemeinderat Drin Alaj, Vorsteher Verkehr und Sicherheit.

    Weitere Massnahmen zum Schutz der Amphibien

    Neben der temporären Verkehrseinschränkung trägt auch ein reduzierter Winterdienst mit weniger Salzeinsatz wesentlich zum Schutz der Amphibien bei. Zudem reinigt der Werkhof Cham vor Beginnder Amphibienwanderung die Unterführung besonders gründlich, um allfällige Salzreste zu entfernen.

    Des Weiteren hat die Gemeinde Cham in Abwasserschächten und -rohren Ausstiegshilfen installiert. Diese verhindern, dass die Amphibien in der Kanalisation verenden.

    Insgesamt hat die Gemeinde Cham bisher rund 500 Schächte mit Krallmatten und Amphibienleitern ausgestattet.

    «Es ist erfreulich zu sehen, dass die in den letzten Jahren eingeführten Massnahmen nicht nur die sichere Wanderung der Amphibien ermöglichen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten», sagt Gemeinderat Alaj.

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