Alle Parteien in Unterägeri sagen Ja zu Ortsplanungsrevision
Wie die Gemeinde Unterägeri mitteilt, stimmt sie am 3. März 2024 über die Ortsplanungsrevision ab. Alle Parteien empfehlen die Vorlage zur Annahme.

Als erste Zuger Gemeinde stimmt Unterägeri am 3. März 2024 über die Ortsplanungsrevision ab.
In einem partizipativen Prozess wurde eine zukunftsgerichtete und mehrheitsfähige Vorlage erarbeitet. Sämtliche politische Parteien empfehlen die Vorlage zur Annahme.
Die Ortsplanung einer Gemeinde legt fest, wo welche Nutzungen – von Wohnen über Arbeiten bis Einkaufen und Freizeitaktivitäten – gewünscht sind, wie hoch und dicht gebaut werden kann und welche gestalterischen Aspekte dabei zu beachten sind.
Kurz: Sie prägen das Leben in einer Gemeinde. Mit der Revision wird die Bau- und Zonenordnung sowie die Richtplanung auf eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Dorfs über die nächsten 15 bis 20 Jahre ausgerichtet.
Fokus auf der Zentrumsentwicklung
Ein spezieller Fokus wurde in der Planung auf die Zentrumsentwicklung gelegt. Es wird kein neues Bauland für Wohnraum eingezont.
Vielmehr schafft die Revision die Grundlage, damit das erwartete Wachstum weitgehend im Zentrum abgefangen werden kann.
Wohnen im Dorf reduziert den motorisierten Verkehr, da die täglichen Besorgungen bequem zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden können und auch die Benutzung des öffentlichen Verkehrs aufgrund der guten Erreichbarkeit attraktiv ist.
Damit die Leute aber gerne im Zentrum wohnen, muss dieses gut gestaltet sein. Grosse Bedeutung kommt dabei der Umfahrung Unterägeri zu.
Seefeldwiese dient als Fläche für öffentlichen Park
Ein weiterer Schwerpunkt der Revision ist die Sicherung und Ausdehnung der Grün- und Erholungsräume, die wichtig für die Lebensqualität in Unterägeri sind.
So konnte die öffentliche Nutzung der Seefeldwiese gesichert werden.
Auf über 16’000 Quadratmeter Fläche soll ein öffentlicher Park entstehen, der das Dorfzentrum mit dem See verbindet.
Preisgünstiger Wohnraum soll gefördert werden
Zudem zielt die Revision darauf ab, das Bauland besser zu nutzen und die Innenentwicklung zu fördern. Ein spezielles Augenmerk wurde auch auf den preisgünstigen Wohnraum gelegt.
In der Bauordnung sind Bestimmungen zur Förderung von preisgünstigem Wohnraum enthalten.
Zudem werden einzelne Parzellen mit der Verpflichtung zur Erstellung solcher Wohnungen umgezont.
Die Gemeinde stellt auch eigenes Bauland zur Verfügung, welches in Kooperation mit Baugenossenschaften überbaut werden soll.
Für Einwendungen wurden Lösungen gefunden
Dadurch werden in Unterägeri in den nächsten 15 Jahren mindestens 50 zusätzliche preisgünstige Wohnungen entstehen.
Die Ortsplanungsrevision wurde mit den politischen Parteien und der interessierten Bevölkerung seit 2019 erarbeitet. Die öffentliche Auflage folgte im Spätsommer 2023.
Dabei gingen verhältnismässig wenige Einwendungen ein, für die grösstenteils Lösungen gefunden werden konnten.
Die Vorlage wird als ausgewogen und zukunftsgerichtet beurteilt. Entsprechend empfehlen sie sämtliche Ortsparteien – von links bis rechts – zur Annahme.










