Oftringen

Positive Zahlen: Erzo KVA und Erzo ARA sind fit für die Zukunft

Erzo KVA Oftringen
Erzo KVA Oftringen

Zofingen,

Sowohl die Kehrichtverwertungsanlage (KVA) als auch die Abwasserreinigungsanlage(ARA) der Erzo schlossen das Geschäftsjahr 2025 mit positiven Ergebnissen ab

Abwasser Reinigung ARA Schweiz
Eine Abwasserreinigungsanlage. (Symbolbild) - Depositphotos

Die Erzo KVA und Erzo ARA haben an ihren Abgeordnetenversammlungen in Zofingen erfreuliche Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt, wie die Erzo Oftringen mitteilt. Die grossen Projekte für die Zukunft der KVA und der ARA sind auf Kurs.

KVA und ARA schliessen mit positiven Ergebnissen

Sowohl die Kehrichtverwertungsanlage (KVA) als auch die Abwasserreinigungsanlage (ARA) schlossen das Geschäftsjahr 2025 mit positiven Ergebnissen ab.

Die KVA erzielte dank Buchgewinnen aus Finanzanlagen ein Gesamtergebnis von rund 1,421 Millionen Franken. In der KVA wurden 2025 insgesamt 68'824 Tonnen Kehricht verbrannt. Täglich werden 200 bis 300 Tonnen Kehricht angeliefert.

Die Rechnung der ARA weist einen Ertragsüberschuss von rund 503‘742 Franken aus und übertrifft damit die Erwartungen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 6,9 Millionen Kubikmeter Abwasser störungsfrei behandelt.

Die Abgeordnetenversammlungen von Erzo KVA und Erzo ARA hiessen am Donnerstagabend in Zofingen die jeweiligen Geschäftsberichte gut.

Neuer Elan im Vorstand

Im Vorstand der Erzo ARA gibt es personelle Wechsel: Nach acht Jahren im ARA-Vorstand übergibt Hanspeter Schläfli (Oftringen) sein Amt als Präsident an Markus Steiner, Gemeindepräsident von Oftringen. Die Abgeordnetenversammlung wählte Steiner für die Dauer von vier Jahren. Zudem nimmt er als Bindeglied im Vorstand der Erzo KVA Einsitz.

Gemeinderat Schläfli begleitet als Abgeordneter der Standortgemeinde weiterhin die Geschäfte der Erzo ARA. Die Versammlung wählte zudem Marcel Zinniker (Brittnau) neu in den Vorstand.

Zu einem personellen Wechsel kommt es ebenfalls bei der Erzo KVA: Die Versammlung wählte Grossrätin Rahel Gassner (Zofingen) und Adrian Fehr (Oftringen) neu in den Vorstand. Beide Mitglieder stärken den Vorstand mit ihrer baufachlichen und ökonomischen Expertise. Sie helfen mit, die zukünftigen Herausforderungen beim Projekt Renzo (Ersatzbau KVA) strategisch optimal zu steuern.

Zudem wurde Hans-Martin Plüss als bisheriger Präsident der Erzo KVA in seinem Amt bestätigt.

Thomas Peyer definitiv als Geschäftsleiter angestellt

Um die grossen Aufgaben aus dem laufenden Betrieb und den parallelen Bauprojekten zu bewältigen, stellten die Vorstände Thomas Peyer definitiv als Geschäftsleiter an. Zuvor hatte Peyer die operative Führung in einem Dienstleistungsmandat inne.

«Den laufenden Betrieb und die Herausforderungen in jedem Projekt optimal unter einen Hut zu bringen, wird in Zukunft meine Hauptaufgabe sein», erläutert Peyer.

Projekt für KVA-Ersatzbau auf Kurs

Das Projekt Renzo hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Die Gemeindeversammlung von Oftringen stimmte im vergangenen März der notwendigen Landeinzonung deutlich zu. Der Kanton trat mittlerweile auf die gegen den Entscheid eingereichte Stimmrechtsbeschwerde nicht ein und wies die Gemeindebeschwerde ab. Damit ist der Weg frei für die weitere Planung.

Derzeit werden verbindliche Offerten ausgearbeitet, um bis Ende des Jahres die Wirtschaftlichkeit der neuen KVA bewerten zu können. Im Anschluss wird ein weiterer Planungskredit für die Detailplanung beantragt. Dieser schafft die Grundlage für die Ausarbeitung eines verbindlichen Kostenrahmens und für den definitiven Realisierungsentscheid.

Auch bei den weiteren Infrastrukturprojekten geht es zügig nach Plan voran. Das neue Regenbecken liegt im Zeitplan. Sowohl der zu 90 Prozent fertiggestellte Hauptsammelkanal als auch der Rohbau des Beckens bestanden bereits die Dichtigkeitsprüfungen. Damit steht der Inbetriebnahme im Herbst nichts im Wege.

Erste Fernwärmeetappe voraussichtlich zur Heizsaison 2027/27 in Betrieb

Für die neue Fernwärmezentrale wurde das Baugesuch im Dezember 2025 eingereicht. Das Versorgungsgebiet wurde aufgrund des KVA-Ersatzbaus von Rothrist, Oftringen und Aarburg bis nach Olten erweitert.

Die Planung der Fernwärmezentrale wurde entsprechend überarbeitet. Wenn die Bewilligungen rasch eintreffen, soll die erste Etappe der Fernwärme in Richtung Zofingen zur Heizsaison 2027/28 in Betrieb gehen.

Auch das Baugesuch für die Klärschlammtrocknung ist eingereicht. Die Detailplanung geht weiter. Die Hauptarbeiten werden derzeit öffentlich ausgeschrieben. Der voraussichtliche Baustart ist für den kommenden November geplant.

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