Die Fachstelle Integration Region Zofingen eröffnet InfoPoints für neuzugezogene Ausländerinnen und Ausländer und bietet Informationsmodule an.
Region Zofingen
Fachstelle Integration Region Zofingen eröffnet InfoPoints. - Zofingen

In den vergangenen Jahren begrüsste die Region Zofingen mehr als 2000 neuzugezogene Ausländerinnen und Ausländer pro Jahr. Von den Neuzuziehenden wird erwartet, dass sie rasch am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen.

Doch wer aus dem Ausland in die Schweiz kommt, sieht sich mit vielen Fragen konfrontiert: Wo kann ich Deutsch lernen? Welche Versicherung brauche ich? Wo treffe ich andere Leute? Was erwarten die Behörden von mir?

Erfolgreiche Integration vor Ort durch wirksame Erstinformation

«Integration ist dann am wirksamsten, wenn sie vor Ort stattfindet: in den Gemeinden – da, wo Eltern arbeiten, Kinder in die Schule gehen und Vereine und Institutionen ansässig sind», weiss Larissa Bieli, Projektleiterin Integration zofingenregio. Deshalb sehe auch das neue Ausländer- und Integrationsgesetz AIG vor, dass die Gemeinden Strukturen schaffen müssen, die die Teilnahme von neuzuziehenden Ausländerinnen und Ausländern am gesellschaftlichen Leben ermöglichen und fördern.

Doch wie geht Integration vor Ort? «Ein elementarer Grundpfeiler ist die Erstinformation vor Ort», erklärt Larissa Bieli. «Neuzuziehende, die sich willkommen fühlen und gut informiert sind über das Leben in der Region, finden sich im Alltag, im familiären und beruflichen Leben besser zurecht und nehmen Rechte und Pflichten wahr.»

Dies zeigen verschiedene Studien und Vergleiche aus anderen Regionen der Schweiz. «Für eine erfolgreiche Integration entscheidend ist, welche Informationen eine Person zum Zeitpunkt des Zuzugs erhält und wie sie die ersten Kontakte mit den Behörden erlebt.»

Fachveranstaltung, InfoPoints und Informationsmodule

Bereits im August hatte die Fachstelle Integration deshalb Gemeinderäte, Gemeindeschreibende sowie Mitarbeitende von Einwohnerdiensten und Integrationsbeauftragte aus den Gemeinden der Region zur Fachveranstaltung «Integrationsförderung durch Erstinformation» eingeladen.

Nun geht es mit der Eröffnung eines InfoPoints Integration und der Lancierung von Informationsmodulen an die konkrete Umsetzung der Erstinformation vor Ort.

«Den InfoPoint Integration gibt es seit Mitte Oktober an zwei Standorten: Einer ist in Zofingen, einer in Aarburg», erklärt Larissa Bieli. Der InfoPoint Integration sei für Neuzuziehende aller Gemeinden der Region Zofingen offen.

Eine Fachperson vermittelt dort Informationen zu diversen Themen, die für das Leben in der Gemeinde und in der Schweiz relevant sind, zum Beispiel Deutsch lernen, Arbeits- und Wohnungssuche, Schulsystem, Kinderbetreuung, Freizeitangebote, Familiennachzug, Ausländerrecht. «Die Beratung erfolgt im Sinne einer niederschwelligen Kurzberatung und ist kostenlos.»

Bei tiefergehenden Fragestellungen werden Personen an entsprechende Fachstellen oder Behörden weitervermittelt oder es wird ein persönliches Beratungsgespräch aufgegleist.

«Um eine möglichst grosse Anzahl an Personen zu erreichen, informieren die Einwohnerdienste jede neuzuziehende Person über das Angebot und leiten die Anmeldung an zofingenregio integration weiter», erläutert Larissa Bieli. Interessierte Neuzuziehende können den InfoPoint aber auch ohne vorgängige Anmeldung besuchen. Neuzuziehende, die den InfoPoint nach sechs Monaten noch nicht besucht haben, werden von zofingenregio integration erneut eingeladen.

InfoPoint Zofingen: Integrationsnetz, Rathausgasse 2, Zofingen, jeden Dienstag, 16 – 18 Uhr

InfoPoint Aarburg/Oftringen: Tangente GmbH Aarburg, Bahnhofstrasse 34, Aarburg, jeden Mittwoch, 15 – 17 Uhr

Katalog mit Informationsmodulen für Migranten in der Region Zofingen

Des Weiteren haben Gemeinden, aber auch Organisationen, Vereine und Firmen, die Möglichkeit, massgeschneiderte Informationsmodule zu Integrationsthemen für Migrantinnen und Migranten bei zofingenregio integration zu buchen.

«Diese InfoPass genannten Module ermöglichen es, einfach Informationsveranstaltungen für Migrantinnen und Migranten zu organisieren, damit sich diese in einer kleinen Gruppe bedürfnisgerecht über verschiedene Bereiche des Alltags informieren können», so Bieli.

«Die Module eignen sich sowohl als Erstinformation, als auch für allgemeine Informationsveranstaltungen.» So organisiert zofingenregio integration mit der Gemeinde Aarburg im November ein Modul für eritreische Frauen aus Aarburg zum Thema Arbeitsintegration.

Mit dem InfoPoint Integration und dem InfoPass gibt zofingenregio integration den Gemeinden zwei Instrumente in die Hand, um neuzugezogene fremdsprachige Personen bedarfsgerecht, frühzeitig und persönlich zu informieren.

Neuzuziehende erhalten so relevante Informationen für ihr Leben in der Gemeinde und orientieren sich besser im Alltag. Sie finden sich am neuen Wohnort schneller zurecht und können die nächsten Schritte für ihren Integrationsprozess eigenverantwortlicher gestalten.